Viel Solidarität in Zeiten von Corona in Senden
Hilfe sucht noch mehr Bedürftige

Senden -

Super Solidarität in Senden: Im Rathaus sowie anderen Plattformen gehen viele Angebote ein, anderen Menschen in Zeiten der Corona-Krise zu helfen. Doch die Nachfrage von bedürftigen Menschen ist noch gering. Weshalb die Gemeinde nochmals in die Offensive geht.

Dienstag, 31.03.2020, 17:18 Uhr aktualisiert: 01.04.2020, 11:58 Uhr
Kümmern sich um die Vermittlung von Hilfen: Luisa van Husen (r.) und Marion Niehues.
Kümmern sich um die Vermittlung von Hilfen: Luisa van Husen (r.) und Marion Niehues. Foto: Gemeinde Senden

Paradoxes Bild: Obwohl eine Kontaktsperre herrscht und soziale Distanz das Gebot der Stunde ist, rücken viele Menschen näher zusammen – die Bereitschaft zu Solidarität wird jedenfalls vielfach bekundet. Darunter sind auch mehrere private Initiative oder der Vorstoß einer ganzen Jahrgangsstufe am Sendener Gymnasium. Die Fäden laufen im Sendener Rathaus zusammen.

Dort ergibt sich bisher ein Bild, das sich auch in vielen anderen Kommunen abzeichnet: Bisher haben sich zwar viele Menschen gemeldet, die mithelfen möchten, aber kaum jemand fragt bisher danach, so die Mitteilung der Gemeinde. Dort haben bisher vier Personen Unterstützungsbedarf bekundet, gibt das Rathaus auf WN-Anfrage den aktuellen Stand wieder. Wobei gilt: Zwei der Hilfsbedürftigen hätten sich erst am Dienstag gemeldet.

Ambitioniert gemacht: Hilfsangebote in Zeiten von Corona in einem Sendener Lebensmittelmarkt

Ambitioniert gemacht: Hilfsangebote in Zeiten von Corona in einem Sendener Lebensmittelmarkt Foto: di

Das Team des Ehrenamtsbüros, das die Vermittlung der Hilfe gemeinsam mit den Beschäftigten des Bürgerbüros organisiert, geht selbst auf die mutmaßlichen Gründe für die geringe Nachfrage ein: „Manche Menschen haben vielleicht noch eine gewisse Scheu, um Unterstützung zu bitten. Wir möchten ihnen diese nehmen.“

Wir möchten die Scheu nehmen.

„Vermittlungsbüro“ bei der Gemeinde Senden, das Helfende und Bedürftige zusammenführt

Darüber hinaus versuchen die Vermittler auch gerade an Personen heranzutreten, die nicht so stark vernetzt sind. Dazu wird in den nächsten Tagen auch Kontakt zu Wohlfahrtsverbänden und caritativen Organisationen in Senden aufgenommen, außerdem wurde in den noch geöffneten Geschäften gerade ein Flyer verteilt, der auf die Unterstützungsangebote hinweist.

Es geht um Hilfe für Menschen, die durch das Virus besonders gefährdet sind, zum Beispiel ältere Menschen und Vorerkrankte. Und um Menschen, die sich bereits in Quarantäne befinden. „Zuhause bleiben“ heißt das Gebot der Stunde. Ob der Einkauf im Supermarkt oder die dringend benötigten Medikamente – solche Erledigungen sind für viele Menschen aktuell nicht möglich oder bergen ein Risiko, das vermieden werden kann.

Kontakte zur Hilfe

Wer Hilfe annehmen oder anbieten möchte, kann sich an das Bürgerbüro, ‚ 02597/ 699 104 oder private Initiativen wenden:Aktion „Corona-Helfer Senden“ (Niklas Kalfayan),   0 15 90/ 168 05 09; Jahrgangsstufe Q 1 am Joseph-Haydn-Gymnasium,  0 17 6/766 320 54; Melanie Hinz unter  0 17 6/ 459 872 92 und Heiner Bartelt,  0 25 97/69 11 44.

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Hilfesuchende und Helfende können sich im Bürgerbüro unter  0 25 97/699 104 oder per Mail unter buergerbuero@senden-westfalen.de melden. Wer über die Gemeinde einen Helfer vermittelt bekommt, erfährt vorab wer die Hilfe leistet. Das schafft etwas Sicherheit. Das Bürgerbüro ist montags bis mittwochs von 8 bis 16 Uhr, donnerstags von 8 bis 17 Uhr und freitags von 8 bis 12 Uhr telefonisch erreichbar.

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