Vorgarten-Initiative macht Musterbeet fit
Frühlingserwachen am Rathaus

Senden -

Ein Lebensraum für vielfältige Pflanzen und Tiere, ein Hingucker und noch dazu pflegeleicht: Das Musterbeet am Rathaus wurde von der Vorgarten-Initiative fit für den Frühling gemacht.

Montag, 06.04.2020, 12:54 Uhr aktualisiert: 06.04.2020, 18:02 Uhr
Vielfältiger Lebensraum mit Hinguckern: Das Musterbeet am Sendener Rathaus ist von der Vorgarteninitiative fit für den Frühling gemacht worden.
Vielfältiger Lebensraum mit Hinguckern: Das Musterbeet am Sendener Rathaus ist von der Vorgarteninitiative fit für den Frühling gemacht worden. Foto: Siegmar Syffus

Jahreszeitenwechsel wird sichtbar gemacht: Seit Herbst letzten Jahres schmückt ein Blumenbeet den Rathaus-Vorplatz. Es ist das Musterbeet der „Vorgarten-Initiative Senden“. Die Fläche wurde der Initiative von der Gemeinde zur Verfügung gestellt, um am Praxisbeispiel zu zeigen, wie ein Teil des Gartens pflegeleicht gestaltet werden kann. Zuvor wuchs dort Kiefern-Buschwerk. Mit der Winterruhe war es jetzt vorbei – das Beet wurde für das Frühjahr fit gemacht, teilt die Initiative mit.

Da die Stauden und Gräser im Herbst nicht zurückgeschnitten wurden, war als erstes ein wachstumsfördernder Rückschnitt dran. Auf den früher allgemein üblichen Rückschnitt wurde bewusst verzichtet, um einerseits den dekorativen Charakter der Stauden und Gräser im Winter zu erhalten und um andererseits Vögeln noch Nahrung zu bieten und Insekten während der kalte Jahreszeit Unterschlupf zu gewähren. Des Weiteren wurde Wildwuchs entfernt und der durch den starken Regen der letzten Monate verdichtete Boden aufgelockert. Damit war es dann auch schon getan. Die Auswahl pflegeleichter Pflanzen und die pflegeleichte Anlage des Beetes macht sich bezahlt. Eine bedarfsgerechte Düngung wird noch erfolgen, soweit das weitere Wachstum der Pflanzen einen Nährstoffbedarf erkennen lässt.

Vorgarten-Initiative Senden

Die Vorgarten-Initiative Senden hat sich im Frühjahr 2019 gegründet, um der zunehmenden Verbreitung von Schotter-Vorgärten in der Gemeinde zu begegnen. Dazu will sie die Gartenbesitzer von den Vorteilen naturnaher, pflegeleichter Vorgärten überzeugen und bei der Planung und Anlage solcher Vorgärten unterstützen. Zu den Unterstützungsleistungen zählen neben Musterbeeten – ein weiteres soll im Herbst in der Schulstraße an der Edith-Stein-Hauptschule zusammen mit der Garten-AG angelegt werden – unter anderem Listen mit ausgewählten pflegeleichten Pflanzen. Die Listen können ebenfalls auf der Gemeinde-Website abgerufen werden können. Die in der Initiative engagierten örtlichen Gärtnereien und Baumschulen de Jong (Senden), Klabautschke (Bösensell) und Sennekamp (Senden) bieten die in den Listen aufgeführten Pflanzen zum Verkauf an.

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Hatten bis in den November hinein Stauden geblüht, sind es jetzt die Zierkirsche, Narzissen und Tulpen, die als erste „Farbe bekennen“. Damit wird auch die ökologische Aufwertung dieses Standortes deutlich. Es wurde ein Lebensraum für Pflanzen und Tiere geschaffen – für eine größere Artenvielfalt, gegen das Insektensterben und gegen den Klimawandel. Eine Visitenkarte für das Sendener Rathaus!

Im Rahmen der jetzigen Pflegemaßnahmen wurden die Etiketten an den Pflanzen entfernt. Denn durch das Betreten des Beetes durch interessierte Gartenbesitzer wurden ungewollt Pflanzen beschädigt und der Boden verdichtet. Die Pflanzenliste zum Musterbeet kann über die Homepage der Gemeinde, www.gemeinde-senden.de unter Menüpunkt „Leben in Senden“, abgerufen werden.

Mit 24 verschiedenen Pflanzensorten zeigt das Musterbeet bewusst ein breites Spektrum pflegeleichter Pflanzen. Im Privatgarten empfiehlt sich häufig eine geringere Sortenzahl, da das Beet dann großflächiger bepflanzt werden kann, was die Pflege einfacher macht.

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