Neue Trauerhalle: Eigenleistung wegen Corona nicht möglich
Erster Spatenstich verschoben

Ottmarsbocholt -

Eigentlich sollte der erste Spatenstich für die neue Ottmarsbocholter Trauerhalle nach den Osterferien erfolgen. Voraussetzung für das Projekt ist allerdings, dass die örtlichen Vereine und Verbände durch Eigenleistungen einen Teil der Kosten mittragen. Nun ist der Baustart offen, weil aufgrund der Corona-Schutzbestimmungen Eigenleistungen aktuell nicht möglich sind.

Dienstag, 14.04.2020, 17:06 Uhr aktualisiert: 15.04.2020, 13:04 Uhr
Die Planung für die neue Ottmarsbocholter Trauerhalle, die auf dem Friedhof St. Urban, zwischen dem Gräberfeld und der Straße Kirchfeld entstehen soll, ist abgeschlossen. Ein Teil der Finanzierung soll durch ehrenamtliche Arbeit gedeckt werden. Diese Eigenleistung ist wegen der Corona-Auflagen aktuell nicht möglich.
Die Planung für die neue Ottmarsbocholter Trauerhalle, die auf dem Friedhof St. Urban, zwischen dem Gräberfeld und der Straße Kirchfeld entstehen soll, ist abgeschlossen. Ein Teil der Finanzierung soll durch ehrenamtliche Arbeit gedeckt werden. Diese Eigenleistung ist wegen der Corona-Auflagen aktuell nicht möglich. Foto: Siegmar Syffus

Der Boden für den Bau der neuen Ottmarsbocholter Trauerhalle ist bereitet – zumindest theoretisch. Denn Planung und Finanzierung sind im Wesentlichen in trockenen Tüchern. Und auch die erforderliche Baugenehmigung des Kreises Coesfeld liegt der Gemeinde Senden vor. Demzufolge sollten die ersten Arbeiten nach den Osterferien beginnen. Doch aufgrund der Sicherheitsbestimmungen durch die Corona-Pandemie ist offen, wann der Startschuss tatsächlich fällt. Darum finden in den nächsten Wochen noch Planungsgespräche statt. Hier soll der mögliche Baubeginn und der Anteil der Eigenleistungen besprochen werden.

„Wir müssen jetzt die weitere Entwicklung abwarten“, erklärt Klaus Mende auf Anfrage. Denn von den rund 450 000 Euro Baukosten (Ansatz im Gemeindehaushalt) sollen ursprünglich rund 100 000 Euro durch Eigenleistungen der Ottmarsbocholter Vereine und Verbände eingebracht werden. Das sei bis dato das politisch vorgesehene Ziel gewesen, erläutert der stellvertretende Fachbereichsleiter der Sendener Bauverwaltung. Doch wegen des Infektionsrisikos können die Dienste von Ehrenamtlichen – so wie in vielen anderen Bereichen – gegenwärtig nicht in Anspruch genommen werden.

Die neue Ottmarsbocholter Trauerhalle soll in einer Holzrahmenbauweise erstellt und dann verklinkert werden.

Die neue Ottmarsbocholter Trauerhalle soll in einer Holzrahmenbauweise erstellt und dann verklinkert werden. Foto: Gemeinde Senden

„Wir haben uns bei der neuen Trauerhalle für einen Holzrahmenbau entschieden, weil auf diese Weise verhältnismäßig viel Eigenleistung eingebracht werden kann und die Fertigstellung zügig läuft“, so Mende.

Eigentlich sollte bei den Ottmarsbocholter Vereinen in den vergangenen Wochen für eine Beteiligung am Projekt Trauerhalle ordentlich die Werbetrommel gerührt werden. Doch bedingt durch die Corona-Schutzmaßnahmen musste beispielsweise die für den 14. März vorgesehene Mitgliederversammlung der Schützenbruderschaft St. Johannes verschoben werden. Dort sollte unter anderem über das Bauvorhaben an sich und konkrete ehrenamtliche Einsätze gesprochen werden. Über die Vernetzung des Vereins in der Bevölkerung sollten tatkräftige ehrenamtliche Helfer gewonnen werden.

Die neue Halle entsteht (wie berichtet) auf dem Friedhof St. Urban. Die Planung sieht in dem 64 Quadratmeter großen Trauerraum 20 Sitzplätze, zwei Rollstuhlplätze und weitere Stehplätze vor. Eine vorgezogene Überdach bietet darüber hinaus einen vor Regen geschützten Platz für weitere Trauergäste. Über die voraussichtliche Bauzeit konnte Mende noch keine Angabe machen: „Es hängt ganz entscheidend davon ab, wie viele freiwillige Helfer uns zur Hand gehen.“

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