Viele Geschäfte offen, Gaststätten aber geschlossen
Gewerbeverein: Lichtblick, aber weiterer Hilfsbedarf

Senden -

Der Vorsitzende des Gewerbevereins Senden, Manfred Tiemann, sieht in den ersten Lockerungen für den Handel einen Lichtblick für die Betriebe. Dennoch bleiben noch neuralgische Punkte.

Montag, 20.04.2020, 18:04 Uhr aktualisiert: 21.04.2020, 09:36 Uhr
Manfred Tiemann, Vorsitzender des Gewerbevereins
Manfred Tiemann, Vorsitzender des Gewerbevereins Foto: sff

Für Manfred Tiemann , Vorsitzender des Gewerbevereins Senden, ist ein erstes Etappenziel erreicht, doch es bleiben Herausforderungen für die Unternehmen. Immerhin, die neue Regelung bedeutet, dass in Senden seit Montag die meisten Läden wieder öffnen durften. Ab Anfang Mai gelte dies auch für die vielen Friseursalons am Ort, erkennt Tiemann einige Lichtblicke für die lokalen Betriebe.

Gegenüber den WN macht er aber auch neuralgische Punkte geltend: „Nicht nachvollziehbar für mich ist, dass Möbelhäuser wie beispielsweise Hardeck, die genügend Platz haben, Abstandsregelungen und weitere Maßnahmen zur Sicherheit der Kundinnen und Kunden zu gewährleisten, immer noch ausgeschlossen sind.“

Kritisch sieht der Vorsitzende des Gewerbevereins auch die Lage in der Gastronomie: „Die Hotel- und Gaststättenbranche muss, wie es aussieht, noch länger leiden. Hier sind meiner Ansicht nach dringend Unterstützungsmaßnahmen erforderlich – und zwar nicht nach dem Gießkannenprinzip, sondern individuell und sehr wohlwollend gestaltet.“ Tiemann fürchtet, dass sich andernfalls die Angebotslandschaft auch in Senden verändern werde. Ohne angemessene Hilfe, werde „ein Stück Gastronomie-Kultur verschwinden“, fürchtet Tiemann. Er erneuert seinen Appell an alle Sendener: „Kaufen Sie vor Ort, holen Sie nach, was Sie versäumt haben – aber in Senden! Nutzen Sie die kompetente Beratung in unseren Geschäften.“

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7377561?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F104%2F166%2F
Nachrichten-Ticker