Offene Kinder- und Jugendarbeit im Hintergrund aktiv
Angebote online und kontaktfrei

Senden -

Aufgrund der Corona-Auflagen sind alle fünf Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit in der Gemeinde Senden geschlossen. Das hauptamtliche Team hält den Kontakt zu Stammbesucher aber online und per Telefon aufrecht. In Senden und Bösensell gibt es jeden Freitag ein kontaktfreies Angebot für Kinder.

Donnerstag, 23.04.2020, 15:35 Uhr aktualisiert: 24.04.2020, 17:34 Uhr
Organisieren jede Woche neue Aktionen für die Kindertreffs Kubuz in Senden und Tresor in Bösensell (v.l.): Patrik Kakuschki, Melissa Schaub und Bettina Langenfeld.
Organisieren jede Woche neue Aktionen für die Kindertreffs Kubuz in Senden und Tresor in Bösensell (v.l.): Patrik Kakuschki, Melissa Schaub und Bettina Langenfeld. Foto: Siegmar Syffus

Seit Beginn der vom Land verfügten Corona-Schutzbestimmungen liegen die üblichen Angebote der offenen Kinder- und Jugendarbeit auf Eis. Denn im Zuge der Schulschließungen mussten auch die Jugendtreffs in Senden, Bösensell und Ottmarsbocholt sowie das Schülercafè Clatsch und das Kinderzentrum Kubuz in Senden am 16. März den Betrieb einstellen. Die sechs hauptamtlichen Mitarbeitenden des Vereins Ökumenischer Jugendtreff befinden sich in Kurzarbeit. Gleichwohl bemüht sich das Team, den Kontakt zu den Stammbesuchern der fünf Einrichtungen so gut wie möglich aufrecht zu erhalten – per E-Mail, Messenger und telefonisch, aber auch durch kontaktfreie Aktionen.

„In krisenhaften Situationen stehen wir weiterhin Kindern, Jugendlichen und Eltern über unsere Diensthandys und E-Mail-Adressen als Ansprechpartner zur Verfügung. Diese Kontakte und weitere Informationen sind auf der Homepage des Ökumenischen Jugendtreffs ersichtlich“, berichtet Bettina Langenfeld. Gleichzeitig weist die Diplomsozialpädagogin darauf hin, dass aktuell und sowie in den kommenden Wochen am Kubuz in Senden und am Tresor in Bösensell, jeweils freitags von 15 bis 18 Uhr, „kontaktfreie“ Kreativangebote für Kinder im Grundschulalter und interessierte Teenies zur Verfügung gestellt werden. Am heutigen Freitag (24. April) können an beiden Einrichtung als „Dosenüberraschung“ sogenannte Anti-Stressbälle zum selber Basteln abgeholt werden. „Sie eignen sich zum Jonglieren und Spielen und können kreativ gestaltet werden“, sagt Langenfeld. In Bösensell starte außerdem ein Wettbewerb zum Thema „Wir sind aufgeschlossen“. Die Teilnehmer sind eingeladen, für eine Online-Galerie Bilder zu malen und Texte zu schreiben. Nähere Einzelheiten sind in der „Dosenüberraschung“ am Tresor zu finden. Der beste Beitrag wird prämiert.

In Ottmarsbocholt sind derartige Angebote aktuell nicht vorgesehen, da die Stammbesucher des Jugendtreffs deutlich älter sind als die Gäste der Kindertreffs. „Mein Kollege Holger Rehring hält jedoch über Messenger den Kontakt zu den regelmäßigen Nutzern und orientiert sich nach ihrem Bedarf“, erläutert Langenfeld. Ebenso wie über den Jugendtreff Vivo in Senden sei es auch in Ottmarsbocholt möglich, miteinander Online-Spiele zu nutzen. Im Team laufen Überlegungen, wie eine generelle Online-Präsenz nach den Wünschen der Jugendlichen erstellt werden kann.

Das sechsköpfige Team des Ökumenischen Jugendtreffs hofft, dass die Schutzbestimmungen für die Treffs – ähnlich wie bei den Schulen – in absehbarer Zeit gelockert werden können. „Wir haben bei einer Schneiderin schon 150 Masken in Auftrag gegeben. Sobald wir die Häuser unter bestimmten Auflagen wieder öffnen dürfen, können wir die Kinder und Jugendlichen damit ausstatten“, sehnt Langenfeld den „Normalbetrieb“ der offenen Kinder- und Jugendarbeit herbei.

 

 

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