Förderkreis Kultur und Schlösser jetzt auf Schloss Senden ansässig
„Das ist eine großartige Bereicherung“

Senden -

Auf Schloss Senden passiert künftig noch mehr als bisher: Seit April sind dort zwei neue Institutionen zu Hause – der Förderkreis Kultur und Schlösser sowie die aus ihm hervorgegangene Stiftung Jugend und Schlösser.

Sonntag, 03.05.2020, 19:03 Uhr aktualisiert: 04.05.2020, 14:04 Uhr
Bündeln ihre Kräfte: der seit April auf Schloss Senden ansässige Förderkreis Kultur und Schlösser, hier vertreten durch die Vorstandsmitglieder Karl Schulze Althoff (2. v. l.) und Magdalena Münstermann (r.), sowie der Schloss Senden e. V.
Bündeln ihre Kräfte: der seit April auf Schloss Senden ansässige Förderkreis Kultur und Schlösser, hier vertreten durch die Vorstandsmitglieder Karl Schulze Althoff (2. v. l.) und Magdalena Münstermann (r.), sowie der Schloss Senden e. V. Foto: Verein Schloss Senden

Schloss Senden stellt sich weiterhin gut für die Zukunft auf: Seit dem 1. April beherbergt das historische Bauwerk zwei neue Institutionen, den Förderkreis Kultur und Schlösser sowie die aus ihm hervorgegangene Stiftung Jugend und Schlösser.

Als die Jugendstiftung kürzlich ihren Geschäftssitz von Schloss Iburg im Landkreis Osnabrück ins Schloss Senden verlegte, sah es der 2005 gegründete Förderkreis als große Chance, sein Büro anzugliedern. „So geben wir unseren über 200 Mitgliedern aus ganz NRW und den benachbarten Ländern die Gelegenheit, die Sanierung des Schlosses Senden und die hier geplanten Aktivitäten durch Wort und Tat zu unterstützen“, erläutert die Vorstandsvorsitzende Susanne Metz . „Zudem ist Schloss Senden ein Ort mit vielen öffentlichen Aktivitäten, der gute Beziehungen zu weiteren Kultureinrichtungen wie der Jugendbauhütte Westfalen und der Kunststiftung NRW pflegt.“

Mehr als herkömmliche Denkmalpflege

Der gemeinnützige Förderkreis setzt sich für den Erhalt von Burgen und Schlössern als gemeinsames europäisches Kulturerbe ein und wird dort tätig, wo die herkömmliche Denkmalpflege aufhört, heißt es in der Pressemitteilung. Dazu initiiert er zahlreiche Veranstaltungen und Projekte, mit denen die historischen Orte belebt und öffentlich sichtbar gemacht werden sollen. „Schloss Senden ist ein solcher Ort, der gegenwärtig mit neuem Leben erfüllt wird. Daraus ergeben sich künftig vielfältige Synergien“, betont Metz. „Unser Vorstand freut sich sehr darüber, dass auch in diesem Jahr wieder große Fördersummen für die Erhaltung des Schlosses bewilligt wurden und gerade auch die Gemeinde Senden sich sehr großzügig gezeigt hat. Im Rahmen unserer Möglichkeiten wird sich unser Förderkreis ebenfalls gerne in den Kreis der Förderer einbringen.“ Auch der Trägerverein Schloss Senden freut sich über den Zuwachs. Geschäftsführerin Dr. Martina Fleßner: „Das ist eine großartige Bereicherung für das Schloss, mit der wir gestärkt in die weitere Nutzung gehen können.“

Projekt für deutsche und niederländische Schüler

Auch die Stiftung Jugend und Schlösser ist umgezogen. Sie wurde 2010 vom Förderkreis mit dem Ziel gegründet, bei Jugendlichen Interesse für das Kulturerbe der Schlösser zu wecken. Besondere Schwerpunkte der Stiftungsarbeit sind die Unterstützung junger Menschen bei der beruflichen Orientierung, der Persönlichkeitsentwicklung und der Entfaltung eines europäischen Bewusstseins. Alle drei Aspekte vereinen sich beispielhaft in dem länderübergreifenden Projekt „MINT Lab auf Schlössern / in kastelen“, bei dem deutsche und niederländische Schüler vor historischer Kulisse gemeinsam naturwissenschaftliche Experimente durchführen. Seit 2019 läuft das aus Mitteln der EU über die Euregio mit Sitz in Gronau geförderte Austauschprojekt mit Beteiligung des Sendener Joseph-Haydn-Gymnasiums, des Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasiums in Dülmen sowie des Montessori-Colleges in Twente auch auf Schloss Senden.

„Wir möchten Jugendliche an die Geschichte heranführen, indem wir Denkmalpflege lebendig machen“, erklärt Metz. Diesen Ansatz verfolgt auch Schloss Senden, wo bereits seit Jahren die Jugendbauhütte eigene Projekte umsetzt, aktuell etwa die Restaurierung des historischen Fachwerk-Gartenhauses. Die gemeinsame Zielrichtung, da sind sich alle einig, bildet also eine ausgezeichnete Grundlage für eine intensive Zusammenarbeit in der Zukunft.

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