Ortskernbegehung der FDP Senden
Ordnungsamt sollte mehr Augenmaß walten lassen

Senden -

Die FDP Senden appelliert an das Ordnungsamt, es durch eng ausgelegtes Ermessen nicht zu erschweren, dass das Leben und die Kaufkraft wieder in den Ortskern Sendens zurückkehren.

Montag, 04.05.2020, 15:32 Uhr aktualisiert: 06.05.2020, 13:50 Uhr
Der Snack auf der Bank im Ortskern – aus Sicht der FDP sollte das kein verbotenes Picknick sein.
Der Snack auf der Bank im Ortskern – aus Sicht der FDP sollte das kein verbotenes Picknick sein. Foto: FDP

Leben in den Ortskern bringen statt Essverbote, lautet die Devise der FDP Senden. In einer Pressemitteilung betont sie: „Wir alle wünschen uns endlich wieder Alltagsleben im Ortskern. Im Gegensatz hierzu werden in Senden jedoch effektive Ess-Kontrollmaßnahmen verordnet.“ Diese, so die Mitglieder der FDP-Fraktion bei einer Ortskernbegehung, machen den kleinen Lädchen ein Überleben noch schwerer, als es ohnehin schon ist.

Unübersehbar auf den Bänken in der Eintrachtstraße prangen die Verbotsschilder des Ordnungsamtes . Ein in die Dorfmitte mitgebrachtes Pausenbrot oder einen gekauften Snack der umliegenden Gastronomen die über Mittag geöffnet haben, als „verbotenes Picknick“ zu bezeichnen, sei allerdings „schon mehr als grenzwertig“, lautet die Auffassung der FDP. Eine der Bänke hält übrigens ohnehin immer den vorgegebenen Abstand. Ja, und da wäre ja noch der Hinweis, Zitat: „Eine effektive Kontrolle, woher die Lebensmittel kommen, ist nicht möglich.“ Die Liberalen Dazu: „Liebes Ordnungsamt, ganz vergessen, es gibt seit geraumer Zeit die Bonpflicht bei jedem Kauf.“ Somit könne jede Kontrolle stattfinden. Auch für das leckere Eisessen erfülle eine der Bänke die 50-Meter-Pflicht, bei der zweiten, die diese Vorgabe wohl nicht ganz erfüllt, könnte man diese „mit etwas Großmut, wohlwollender Toleranz und Fingerspitzengefühl“ vielleicht sogar gelten lassen.

Als Ergebnis der Ortskernbegehung können die liberalen Mitglieder des Gemeinderates das Fazit ziehen, dass die Sendener die aktuellen Beschwernisse mit erstaunlicher Ruhe, Gelassenheit, Zuversicht umgehen und eine außergewöhnlich starken Verbundenheit mit ihrer Gemeinde vorleben. „Diese Tugenden“, so die Ratsherren Uwe Kasten und Peter Moll, „können uns als Individuum, aber auch als Gesellschaft so durch die Krise bringen, dass wir gestärkt daraus hervorgehen.“

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