Heimatverein spendet Masken
Solidarität zeigen mit Schulen

Senden -

Der Schulstart soll am Donnerstag mit Viertklässlern starten, die aufgeteilt in Lerngruppen unterrichtet werden. Darauf haben sich die Grundschulen mit Hygiene- und Personalplänen eingerichtet. Praktische Unterstützung beim Anlaufen lassen des Schulbetriebs leistet der Heimatverein Senden, der 100 Masken gespendet hat. Die Gemeinde empfiehlt, diese für Grundschulen und weiterführende Schulen einzusetzen.

Montag, 04.05.2020, 19:24 Uhr aktualisiert: 06.05.2020, 13:50 Uhr
Spende: Gertrud Oelerich (v.l.), Elisabeth und Karl Schulze Höping sowie Agnes Wiesker (r.) vom Heimatverein Senden übergaben die Masken an Michael Hiegemann und Annette Stähler als Vertreter der Schulleitungen von Bonhoeffer- und Mariengrundschule.
Spende: Gertrud Oelerich (v.l.), Elisabeth und Karl Schulze Höping sowie Agnes Wiesker (r.) vom Heimatverein Senden übergaben die Masken an Michael Hiegemann und Annette Stähler als Vertreter der Schulleitungen von Bonhoeffer- und Mariengrundschule. Foto: di

Die Schulen haben ihre Hausaufgaben gemacht. Für die Rückkehr der Schüler sind sie gewappnet und die Vorbereitungen für einen Neustart des Unterrichts längst abgeschlossen. Auch eine Spende des Heimatvereins Senden trägt dazu bei, dass der veränderte Schulalltag gelingen kann. Denn der Verein hat 100 Masken an die beiden Grundschulen im Ortsteil Senden gespendet.

Michael Hiegemann , Rektor der Bonhoeffer-Schule, und Annette Stähler , Leiterin der Marienschule, nahmen die jeweils 50 Masken dankend entgegen. Ehrenamtliche Näherinnen und die Manufactur Manuela Ries haben verschiedene Maskentypen für Lehrer und Schüler hergestellt, berichtet der Heimatverein. Ihm geht es um praktische Unterstützung, aber auch um eine Geste: Die Schüler sollen erleben, dass sie auch in schwierigen Zeiten nicht allein gelassen werden, so der Vorstand des Heimatvereins. Denn in der Beobachtung, dass die Corona-Krise auch offenbare, dass die Menschen in Senden und andernorts zusammenstehen und sich in einer schweren Phase unterstützen, herrschte unter den Vertretern von Verein und Schulleitungen Einvernehmen.

Wir wünschen uns, dass es losgeht.

Annette Stähler, Rektorin der Marienschule

Was aber die Rolle der Pädagogen zurzeit erschwere, sei nicht nur die Corona-Pandemie selbst, sondern auch die Tatsache, dass Entscheidungen über den Umgang mit dem Virus oftmals mit wenig Vorlauf und nicht ausreichender Konkretisierung getroffen werden, während die Eltern auf belastbare Informationen für ihre eigenen Planungen warten. „Wir wünschen uns selbst, dass es losgeht“, betonte Stähler. Denn sie erkennt die momentan besonderen Leistungen und Belastungen der Eltern an und weiß, dass diese nicht dauerhaft den Status von Homeoffice und Homeschooling aufrechthalten können.

Was sich nicht nur an der Marienschule anhand von steigenden Zahlen von Schülern in der Notbetreuung ablesen lässt. Während die Grundschule mit vier, fünf Kindern startete, sind es inzwischen 27 Schülerinnen und Schüler, die dort betreut werden.

Start mit den Viertklässlern

Für das Neuanlaufen-lassen des Unterrichts werden die Klassen halbiert und auf zwei Räume verteilt, die Klassenlehrerinnen unterrichten jeweils zwei Stunden, zwei weitere Stunden sind andere Lehrkräfte mit den Viertklässlern betraut. Zu den Hygienekonzepten, die schon umgesetzt wurden, zählen auch ein Einbahnstraßensystem und zeitlich versetzte Pausen, was die Zahl der Begegnungen minieren soll.

Eine Maskenpflicht herrscht in den Schulen nicht, so die Gemeinde auf WN-Anfrage. Doch die Kommunalverwaltung empfiehlt, einen Schutz zu tragen sowohl für die Primarstufe als auch für die weiterführenden Schulen und hat selbst auch „eine überschaubare Anzahl“ an Masken angeschafft, die die Schulen in Eigenregie an Schüler ausgeben können.

 

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7395574?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F104%2F166%2F
Nachrichten-Ticker