Joseph-Haydn-Gymnasium
3D-Drucker im Dauereinsatz für Corona-Face Shields

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Das Sendener Gymnasium beteiligt sich an einem Kooperationsprojekt zur Herstellung von Face Shields als Schutz beispielsweise von Mitarbeitern im medizinischen Bereich.

Montag, 18.05.2020, 06:46 Uhr aktualisiert: 18.05.2020, 10:39 Uhr
Das Sendener Gymnasium zählt zu den Schulen, die die Herstellung von Face Shields mit dem 3D-Drucker unterstützt.
Das Sendener Gymnasium zählt zu den Schulen, die die Herstellung von Face Shields mit dem 3D-Drucker unterstützt. Foto: JHG

Seit Wochen begleitet der Mund-Nasen-Schutz den Alltag der Menschen. Im medizinischen Sektor reicht er allerdings nicht aus. Im Rahmen eines kooperativen Projekts setzt sich das Joseph-Haydn-Gymnasium für einen besseren Schutz ein. Bei der Arbeit mit Erkrankten müssen nachweislich auch die Schleimhäute des Gesichts, unter anderem die Augen, zum persönlichen Schutz abgeschirmt werden. Es sind also Gesichtsschilder, sogenannte Face Shields notwendig, deren Nachfrage durch die weltweite Corona Krise erhöht wurde. Aus diesem Anlass wurde kurzfristig ein kooperatives Projekt gestartet, um den Kreis Coesfeld mit Gesichtsschildern zu versorgen, an dem sich auch das Joseph-Haydn-Gymnasium beteiligt, wie die Schule mitteilt.

 Auf Initiative des Coesfelder Gesundheitsdezernenten Detlef Schütt und des zdi-Netzwerks Kreis Coesfeld laufen die 3D-Drucker verschiedener Schulen in den letzten Wochen im Dauerbetrieb. Denn im 3D-Druckverfahren lassen sich die Kunststoffteile fertigen, die den Rahmen für ein solches Visier bilden.

Als Sarah Weitzenbürger vom zdi-Netzwerk Anfang April auch das JHG um Teilnahme bat, erklärte sich Physiklehrer Marcel Hahn bereit, den 3D-Drucker der Schule für das Projekt zu betreuen. Begrüßt wurde diese Idee durch die Schulleitung und den Förderverein, der das Gerät 2015 angeschafft hat. Seit Anfang April läuft der Ultimaker 2+ nunmehr fast ununterbrochen.

Im ganzen Kreis sind fünfzehn 3D-Drucker im Dauerbetrieb: Denn es haben sich zudem das Clemens-Brentano-Gymnasium Dülmen, das St.-Pius-Gymnasium Coesfeld, das Antonius-Gymnasium Lüdinghausen, die Sekundarschule Lüdinghausen und das Richard-von-Weizsäcker-Berufskolleg Lüdinghausen beteiligt. Die gedruckten Komponenten wurden dann im Pictorius-Berufskolleg zu dem letztendlichen Produkt zusammengefügt. Für ein fertiges Visier müssen die PET-Folie geschnitten, Knopflochgummiband angepasst und Einzelteile zusammengepackt werden. Die ersten Gesichtsschilder konnten bereits an das Stift Tilbeck  übergeben werden und weitere 180 Gesichtsvisiere wurden auf den Weg gebracht. „Es ist schön, dass wir auf diese Weise helfen können“, resümiert Marcel Hahn die Arbeit der letzten Wochen.

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