RvE Manufaktur: Produktion ohne Einschränkungen
Handarbeit für erlesene Kundschaft

Bösensell -

Die RvE Fenster- und Türenmanufaktur zog Anfang 2018 von Roxel nach Bösensell, wo eine topmoderne Produktionsstätte für knapp zwei Millionen Euro errichtet wurde. Handarbeit dominiert bei den Aufträgen, die hohe Standards an Sicherheit und Funktionen erfüllen. Kurzarbeit ist bei RvE kein Thema.

Mittwoch, 27.05.2020, 17:34 Uhr
Uwe Kapp, Geschäftsführer der Rincklake van Endert Manufaktur in Bösensell: „Wir können trotz Pandemie unverändert produzieren.“
Uwe Kapp, Geschäftsführer der Rincklake van Endert Manufaktur in Bösensell: „Wir können trotz Pandemie unverändert produzieren.“ Foto: Rincklake van Endert Manufaktur

Welche Promis zum Kundenkreis der RvE Fenster und Türen Manufaktur in Senden-Bösensell gehören, ist streng geheim. Die Traditionstischlerei aus dem Münsterland ist spezialisiert auf Sicherheitselemente gegen Einbruch und Beschuss, und wer so etwas benötigt, möchte ungenannt bleiben. Verschwiegenheit ist daher oberstes Gebot für das mittelständische Unternehmen, das regelmäßig Produktneuheiten auf den Markt bringt und in Architektenkreisen als Geheimtipp für Aufträge außerhalb der Norm gilt.

Fast ausschließlich Sonderanfertigungen

„Fast 100 Prozent der Aufträge unserer Fenster und Türen Manufaktur sind Sonderanfertigungen“, betont Inhaber und Namensgeber Rudolf Rincklake van Endert, dessen Tischler-Gene bis auf das Jahr 1681 zurückgehen, in der Pressemitteilung. Bewusst trägt RvE die „Manufaktur“ im Firmennamen und betont damit den hohen Anteil handwerklicher Arbeit. Durch ihn kann das Unternehmen mit seinen knapp 30 Mitarbeitern ein Höchstmaß an Individualisierung seiner Holzelemente ganz nach Kundenwunsch anbieten. Anfang 2018 zog die Tischlerei von Roxel nach Senden-Bösensell und errichtete eine topmoderne Produktionshalle für knapp zwei Millionen Euro. Hier werden einerseits Hochsicherheitsfenster und –türen für private und öffentliche Auftraggeber aus ganz Europa hergestellt, andererseits historische und denkmalgeschützte Elemente originalgetreu nachgebaut und auf heutige Standards bei Sicherheit, Dämmung und Brandschutz optimiert. „Wir haben mit diesen zwei Kerngeschäften Nischen am Markt besetzt, wo sich Corona erfreulicherweise kaum bemerkbar macht“, sagt Geschäftsführer Uwe Kapp, der die Geschicke der Firma seit 2018 leitet. „Wir können trotz Pandemie unverändert produzieren.“

Wir können trotz Pandemie unverändert produzieren.

Geschäftsführer Uwe Kapp

Fenster und Türen werden oft als „Augen“ eines Gebäudes bezeichnet, sie verbinden innen und außen und bestimmen maßgeblich Ästhetik und Architekturstil. Sicherheitstechnisch sind sie diejenige Schwachstelle, an der Einbrecher vorzugsweise ihr Werkzeug ansetzen. „Wenn Zaun, Alarmanlage und Wachhund überwunden sind, stellen unsere Elemente die letzte, mechanische Sicherheitsbarriere dar, die Hab und Gut oder auch das Leben unserer Kunden vor Bedrohung schützt“, erklärt Vertriebsleiter Balthasar Dieckmann . Als einer der wenigen deutschen Hersteller, so die Pressemitteilung des Unternehmens, beherrscht RvE die hohe Kunst, bei ihren Produkten den Spagat zwischen optischer Ästhetik einerseits und sehr hohem Sicherheitsstandard andererseits hinzubekommen. Alle RvE Sicherheitselemente, ob für moderne oder historische Architektur, sowie die gesamte Produktion sind vom Prüfzentrum für Bauelemente zertifiziert. Auch das Bayerische Landeskriminalamt empfiehlt die Manufaktur.

Außenaufnahme der RvE Fenster und Türen Manufaktur in Bösensell.

Außenaufnahme der RvE Fenster und Türen Manufaktur in Bösensell. Foto: RvE

Resistent gegen Attacken

Als neustes Sicherheitselement hat RvE eine Hebe-Schiebetür mit der Zertifizierung RC4 entwickelt. Einbruchhemmende Produkte werden europaweit sechs Widerstandsklassen (RC1-RC6) zugeordnet. Je höher die Zahl,desto erfahrener der Täter, desto massiver die Einbruchswerkzeuge und umso länger der fingierte Einbruchsversuch, dem das Element im Prüflabor widerstehen können muss. „RC4 bedeutet, dass ein Profi-Einbrecher vier verschiedene Punkte an unserer Hebe-Schiebetür mit beispielsweise Schlagaxt, Stemmeisen und Akku-Bohrer jeweils zehn Minuten lang attackieren kann, ohne durchzubrechen“, sagt Vertriebsleiter Balthasar Dieckmann. Das neue Produkt will RvE für die nächste Leitmesse für Sicherheit noch um Beschusshemmung in Kategorie FB4 erweitern, die Kugeln einer 44.er Remington Magnum Faustfeuerwaffe abhalten kann, so die Pressemitteilung.

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Wer die Kunden sind, die diese hohen Sicherheitsstufen bei Einbruch und Beschuss bei RvE ordern, darf Dieckmann nicht verraten. Museen, Banken, Juweliere, öffentliche Auftraggeber wie das Auswärtige Amt und Privatkunden, heißt es ganz allgemein. Die Sicherheitsprojekte sind, natürlich, top secret. Die wenigen Referenzen, die die Manufaktur angeben kann, stammen aus dem Bereich Altbausanierung und Denkmalschutz. Schloss Körtlinghausen bei Warstein und die historische „Alte Schule“ in Wittlaer gehören dazu, auch das Münstersche Schloss und die ehemalige Villa von Mode-Ikone Jil Sander in Hamburg, für die RvE im vergangenen Jahr die historische Eingangstür originalgetreu und mit wiederaufgearbeiteten Originalbeschlägen nachgebaut hat.

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