Trainingsbeginn vieler Mannschaften
Neue Normalität gewinnt Oberhand

Senden -

In vielen Sportarten haben die meisten Teams inzwischen wieder ihren Trainingsbetrieb aufgenommen. Weitere Lockerungen der Landesregierung verstärken den Eindruck, dass ein Stück Normalität Plätze und Hallen zurückerobert hat. Doch Hygienekonzepte der Vereine bilden die Voraussetzung.

Dienstag, 16.06.2020, 18:42 Uhr
Zum Training bei der DJK Westfalia Senden gehört das Reinigen der Platten.
Zum Training bei der DJK Westfalia Senden gehört das Reinigen der Platten. Foto: DJK

Die Politik wurde lockerer – und die Sportler auch. Sie entspannen sich langsam wieder durch körperliche Anspannung. Viele Mannschaften haben ihr Training wieder aufgenommen oder peilen den Neustart gerade an. Und während Erleichterung über die Rückkehr einer weitgehenden Normalität herrscht, nehmen manche Vereine nicht nur die kurze verbleibende Zeit bis zu den Sommerferien in den Blick, sondern wollen möglichst auch die Zeit nutzen, in der früher Pause herrschte.

„Ich bin da positiv gestimmt, dass wir das hinkriegen“, bekundet Georg Kremerskothen , Vorsitzender des ASV Senden , gegenüber den WN . Er geht davon aus, dass die Gemeinde, wie angekündigt, in jedem Ortsteil eine Halle geöffnet hält. Dann müsste mit den anderen Vereinen über die jeweiligen Zeiten gesprochen werden, was in der Vergangenheit immer gut geklappt habe.

Auch die Sommerferien in den Blick nehmen

Auch andere Vereine wollen die Ferien mit einbeziehen: „Die Mannschaften können, dürfen und sollen trainieren“, gibt beispielsweise Gaby Schepmann, Vorsitzende von BW Ottmarsbocholt, als generelle Divise aus. Ein Sommerferienprogramm, wie sonst in den Herbstferien, werde aber nicht auf die Beine gestellt, obwohl entsprechende Ankündigungen schon die Runde machen. Eine BWO-Mitstreiterin müsse, trotz ihres an sich überaus lobenswerten Engagements, in diesem Punkt „zurückgepfiffen werden“.

Erleichterung für Hallen-Disziplinen bedeute die Lockerung, dass seit diesem Montag auch Kontaktsportarten mit bis zu zehn Personen in geschlossenen Räumen stattfinden dürfen. Im Freien können seither bis zu 30 Sportler zusammenkommen. Einem regulären Trainingsbetrieb stehe somit nichts mehr entgegen, nimmt auch Taylan Berik, sportlicher Leiter des VfL Senden, erleichtert zur Kenntnis: „Das ist super.“

Das ist super.

Taylan Berik über Lockerungen beim Training im Freien

Sowohl in der Halle als auch auf dem Platz gelten aber Infektionsschutzkonzepte, betonen die Vereins-Führungen, die einiges an Zeit, Hirnschmalz und Abstimmung mit der Gemeinde in die jeweiligen Pläne gesteckt haben. Duschen und Kabinen bleiben vorerst geschlossen, in Hallen geht es mit Maske hinein und per Einbahnstraßensystem wieder heraus.

„Die ersten Einheiten im Jugend- und Erwachsenenbereich sind gut angelaufen und alle haben die neuen Regelungen – von der Anmeldung fürs Training bis zum Tische reinigen – angenommen“, zeigt sich Sportwart Ralf Schneider von der DJK Westfalia Senden zufrieden; die Tischtennisspieler stehen schon seit dem 8. Juni wieder an den Platten.

Fußballer unterschiedlich schnell auf dem Platz

Die Fußballer, wohl größte Gruppe der Sportler mit Nachholbedarf, sind in Bösensell bereits seit Ende Mai wieder als erste Mannschaften auf dem Platz, in Ottmarsbocholt und Senden kamen die meisten Teams in der vorigen Woche, einzelne erst in dieser Woche wieder zur gemeinsamen Bewegung mit und am Ball zusammen. Die Kids fieberten dem Neustart wohl entgegen: „Endlich wieder Training“, rief ein 13-jähriger Kicker stellvertretend aus.

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