Sondierungsgespräche über eine Wählergemeinschaft
Weitere politische Kraft könnte sich formieren

Senden -

Die politische Landkarte in Senden könnte sich verschieben, falls sich eine weitere Wählergemeinschaft um Stimmen bemüht. Derzeit laufen Sondierungsgespräche darüber, ob die Initiative am 13. September bei der Kommunalwahl antritt. Schlüsselfigur ist Alfons Hues, derzeit noch CDU-Mitglied und ehrenamtlicher Bürgermeister.

Samstag, 20.06.2020, 06:17 Uhr aktualisiert: 21.06.2020, 17:24 Uhr
Alfons Hues
Alfons Hues

Die politische Landschaft in Senden könnte sich mit der Kommunalwahl am 13. September deutlich verändern – und zwar nicht nur, weil die Bürger zum Urnengang aufgefordert worden sind, sondern weil sie dabei womöglich auch eine neue Auswahl an Akteuren angeboten bekommen. Jedenfalls gärt es schon länger hinter den Kulissen, kursieren Hinweise, dass eine weitere politische Kraft um die Gunst der Wähler buhlen will. Kristallisationspunkt dieser Entwicklung ist Alfons Hues . Er bestätigt gegenüber den WN , dass „Gedankenspiele zu einer Parteigründung langsam Fahrt aufnehmen.“

Öffentliche Einladung zu Sondierungsgesprächen

Die Phase, die über bloße Gedankenspiele hinausreicht, könnte mit einem öffentlichen Treffen eingeleitet werden, zu dem am 28. Juni (Sonntag) um 11.30 Uhr ins Hotel-Restaurant Niemeyer´s eingeladen wird.

Ob es danach zur Formierung einer weiteren politischen Kraft kommt, ist offenbar noch völlig offen. Hues selbst spricht von „Sondierungsgesprächen“, denen aber viele Kontakte und Begegnungen vorausgegangen seien. Es könne sich eine Gruppe von Menschen in Senden zusammenschließen, die sich mit ihrem Wohnort identifizieren und sich für ihn einsetzen wollen, ihre Anliegen bisher aber im politischen Raum und den parlamentarischen Gremien nicht ausreichend vertreten sehen. Der 70-Jährige, der zum kommunalpolitischen Urgestein in Senden zählt, hatte im vorigen Dezember die örtliche CDU-Ratsfraktion im Zwist verlassen. Der CDU-Fraktion im Kreistag und der Partei gehört Hues aber weiterhin an. Hinzu kommt, dass er weiterhin das ehrenamtliche Amt das ersten stellvertretenden Bürgermeisters bekleidet. Sollte die Initiative einer weiteren Wählergemeinschaft zum Tragen kommen, werde er sein Parteibuch – obwohl er die überörtlichen CDU-Positionen „im Herzen trägt“ – abgeben. „Das muss ich ja“, sagte er im WN-Gespräch.

Hues und seine Mitstreiter wollen nach eigenen Angaben „Frustrierte aus anderen Parteien auffangen“. Ein Sammelbecken extremistischer Auffassungen will das Noch-CDU-Mitglied aber auf keinen Fall anbieten. Vielmehr seien die Auffassungen der neuen Initiative in der bürgerlichen Mitte mit einer starken Verankerung in Grundwerten angesiedelt, schildert Alfons Hues.

Das muss ich ja.

Alfons Hues will sein CDU-Parteibuch abgeben, falls es zur Gründung einer Wählergemeinschaft kommt

Viel Zeit bleibt der neuen Initiative nicht, sich für die Wahl zu organisieren: Kandidatenvorschläge müssen bis zum 26. Juli eingereicht werden.

 

Interessierte Sendener, die an dem Treffen am 28. Juni teilnehmen möchten, werden gebeten, sich per E-Mail an Alfons.Hues@t-online.de anzumelden.

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