Schnell unterwegs zwischen Senden, Lüdinghausen und Münster
Land überreicht Förderung: 4,8 Mio. Euro für den Expressbus

Kreis Coesfeld/Lüdinghausen/Senden -

Was brauchen Menschen auf dem Land, um eine wirkliche Alternative zum Auto zu haben und um besser mobil sein zu können? Im Landeswettbewerb „Mobil.NRW – Modellvorhaben innovativer ÖPNV im ländlichen Raum“ soll dies herausgefunden und erprobt werden.

Montag, 29.06.2020, 18:09 Uhr aktualisiert: 29.06.2020, 18:14 Uhr
Schnell unterwegs zwischen Senden, Lüdinghausen und Münster: Land überreicht Förderung: 4,8 Mio. Euro  für den Expressbus
Verkehrsminister Hendrik Wüst überreicht die Förderbescheide an Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr, Sebastian Täger (Bürgermeister Senden) und Kreisdirektor Dr. Linus Tepe für das Projekt „Münsterland Express“ aus dem Landeswettbewerb „Mobil.NRW“ (v.l.). Foto: Land NRW

Die besten Projekte aus dem Wettbewerb, zu dem das Verkehrsministerium aufgerufen hatte, sind ausgewählt: Dazu zählt auch der „Münsterland Express MX 90“. Zwei Förderbescheide in Höhe von insgesamt rund 4,8 Millionen Euro hat Verkehrsminister Hendrik Wüst deshalb dem Landrat des Kreises Coesfeld, Dr. Christian Schulze Pellengahr, für das ausgezeichnete Projekt   überreicht.

Zwei bis vier Fahrten pro Stunde sollen mit dem neuen Expressbus MX 90 zwischen Olfen, Lüdinghausen, Senden und Münster nach den Sommerferien angeboten werden. Der „MX 90“ soll dabei das bestehende ÖPNV-Angebot entlang der Achse der heutigen Schnellbus-Linie S 90 erweitern. Bürger kommen künftig auch schneller ans Ziel – dank eines begradigten Linienweges und weniger Haltestellen.

Ziel: besseres ÖPNV-Angebot

Dieses Projekt soll vor allem Berufspendler auf dem Land dazu bringen, das Auto häufiger stehen zu lassen und auf den Bus umzusteigen. „Das Auto darf nicht die einzige Möglichkeit sein, sich auf dem Land fortzubewegen“, sagte Verkehrsminister Hendrik Wüst.

Ziel im Kreis Coesfeld: Ein besseres ÖPNV-Angebot, mit dem die Menschen häufiger und schneller unterwegs sein können. „Damit realisieren wir die S-Bahn auf der Straße. Die sonst nur aus Großstädten bekannte dichte Taktung bietet den Kundinnen und Kunden eine ganz neue Flexibilität – mit einem Expressbus im Viertelstundentakt“, sagte Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr. „So stellen wir uns die Mobilität der Zukunft im Münsterland vor: schnell, komfortabel und vernetzt von A nach B kommen. Wer vom Auto umsteigt, tut gleichzeitig etwas für die Umwelt.“

Von Mobilitätsangeboten profitieren

Und: Die Menschen in der Gemeinde Senden sollen von mehreren innovativen Mobilitätsangeboten profitieren, um den „Münsterland Express“ schnell und komfortabel zu erreichen. On-Demand-Shuttledienste und Mobilstationen, an denen Angebote wie Car-, Bike- und E-Scooter-Sharing miteinander vernetzt werden, sollen in Senden eingerichtet und erprobt werden, um es den Menschen zu erleichtern, mit dem ÖPNV mobil zu sein.

Die Tickets für diese Angebote sollen einfach und bequem über eine barrierefreie digitale Plattform oder App gebucht werden können.

Verwendet werden soll die Förderung für die Installierung dieser Projekte sowie für die Betriebskosten, so der Kreis Coesfeld auf Nachfrage.

Zum Thema

Das Verkehrsministerium des Landes NRW hat in dem Landeswettbewerb „Mobil.NRW – Modellvorhaben innovativer ÖPNV im ländlichen Raum“ Kommunen, kommunale Zweckverbände und SPNV-Aufgabenträger aufgefordert, innovative Konzepte für einen besseren Öffentlichen Personennahverkehr auf dem Land zu entwickeln. Insgesamt wurden 38 Projektvorschläge eingereicht und in einer Jurysitzung im Februar 2020 bewertet. Dabei wurden 15 Projekte für eine Landesförderung ausgewählt. Darunter  der  Münsterland Express MX 90.

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