Lärm und Müll an den Hafenterrassen
Freiluft-Vergnügen mit Folgen

Senden -

Der „Stadtplatz am Kanal“, wie die neugestaltete Terrasse samt Uferpromenade offiziell heißt, erfreut sich großer Beliebtheit. Doch die Folgen des Freiluft-Vergnügens lassen sich ebenfalls nicht übersehen: Müllberge zeugen von Partyabenden und die Anwohner haben schon die Polizei alarmiert.

Dienstag, 30.06.2020, 06:22 Uhr aktualisiert: 30.06.2020, 06:30 Uhr
Segen und Fluch: Der neuen „Stadtplatz am Kanal“ ist sehr beliebt, aber leider bleibt an besucherstarken Tagen auch viel Müll liegen, der regelmäßig von Gemeindekräften eingesammelt wird.
Segen und Fluch: Der neuen „Stadtplatz am Kanal“ ist sehr beliebt, aber leider bleibt an besucherstarken Tagen auch viel Müll liegen, der regelmäßig von Gemeindekräften eingesammelt wird. Foto: di

Fluch des Erfolgs: Der neue Stadtplatz am Kanal zieht viele Besucher an. Die Kehrseite dieser Beliebtheit lässt sich aber auch schon erkennen. Die Themen Lärm und Müll rufen nach Lösungen und schon die Behörden auf den Plan.

Der erste Polizeieinsatz an den frisch eingeweihten Terrassen fand am Freitag Abend kurz vor Mitternacht statt. Rund 100 Freiluftfans im Alter von 18 bis 30 Jahren, die sich laut unterhielten oder Musik hörten, trafen die Beamten an. Die Bitte der Polizei, die Lautstärke insgesamt zu drosseln, sei „auf volles Verständnis gestoßen“, heißt es im Einsatzbericht der Beamten, die die Nachtruhe in Senden herstellten.

Gemeinde rüstet an mehreren Stellen nach

Bei Lärm und Müll setzt die Gemeinde an mehreren Stellen den Hebel an. Unter anderem sollen Durchfahrtsbeschränkungen errichtet werden, die die direkte Zufahrt von Autos verhindern. Zusätzlich werden in den nächsten Tagen Hinweisschilder aufgestellt, die die Besucher daran erinnern, die gesetzlichen Vorgaben zu Ruhezeiten einzuhalten und mit Rücksicht auf die Anwohner auf die Lautstärke zu achten. Einen Überblick über die in Senden geltenden Regeln finden Bürgerinnen und Bürger hier.

Eine weitere Maßnahme ist die Verbesserung der Ausstattung durch vier weitere Mülleimer im bisherigen Design; weitere Behälter, die größer sind, aber zum modern gestalteten Umfeld passen, werden gerade bei Herstellern gesucht, schildert die Gemeinde auf WN-Anfrage weiter. Besonders sperrige Pizzakartons gehören zu den Hinterlassenschaften, die zwar teils bis zum Mülleimer gebracht werden, dort aber nicht entsorgt werden können – schließlich endet die Freiluft-Mahlzeit auf einem wilden Abfallberg, statt die Verpackungen, ebenso wie Alkoholflaschen, vergessene Schuhe oder Kleidungsstücke, einfach mit nach Hause zu nehmen.

Bürgermeister Sebastian Täger mahnt daher gegenüber den WN an die Nutzer der Kanalterrassen und der Uferpromenade: „Wir freuen uns natürlich sehr darüber, dass der neu gestaltete Bereich so gut angenommen wird und gerade jetzt bei herrlichem Sommerwetter viele Bürgerinnen und Bürger anzieht. Gleichzeitig appellieren wir aber an alle, die dort ihre Freizeit verbringen, Rücksicht auf die Anwohner zu nehmen.“ Im Klartext, so der Bürgermeister weiter: „Das bedeutet vor allem, auf die eigene Lautstärke zu achten und den eigenen Müll zu entsorgen beziehungsweise wieder mitzunehmen.“

Nicht nur Appelle, sondern Kontrollen

Bei Appellen allein lässt es die Kommunalverwaltung aber nicht bewenden, sondern setzt auch auf Kontrollen. Diese werden unter anderem durch einen privaten Sicherheitsdienst durchgeführt, der auch im gesamten Gemeindegebiet bereits im Einsatz ist. Dessen Kräfte werden den Kanalplatz verstärkt in ihre Kontrollen aufnehmen, kündigt das Rathaus auf WN-Anfrage an.

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