Sendener Tafel braucht Lagerware
Mehl, Nudeln und Reis fehlen im Regal

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Nach der vorübergehenden, Corona-bedingten Schließung ist die Sendener Tafel wieder durchgestartet. Auch die Warenausgabe für über 65-jährige Kunden läuft wieder. Währen frische Lebensmittel ausreichend vorhanden sind, mangelt es an Lagerware wie Mehl, Nudeln und Reis sowie an Hygieneartikeln.

Dienstag, 14.07.2020, 17:45 Uhr
Vor Ort an den Einkaufsmärkten sortieren die Fahrer der Tafel, hier Siegmar Kockjeu (l.) und Mark Munro, die zum Verzehr geeigneten Lebensmittel aus. Aktuell ist ausreichend frische Ware vorhanden. Es mangelt an Lagerware wie Mehl, Reis und Nudeln sowie an Hygieneartikeln.
Vor Ort an den Einkaufsmärkten sortieren die Fahrer der Tafel, hier Siegmar Kockjeu (l.) und Mark Munro, die zum Verzehr geeigneten Lebensmittel aus. Aktuell ist ausreichend frische Ware vorhanden. Es mangelt an Lagerware wie Mehl, Reis und Nudeln sowie an Hygieneartikeln. Foto: Siegmar Syffus

Die Ehrenamtlichen der Sendener Tafel haben sich auch in Zeiten von Corona den Wind nicht aus den Segel nehmen lassen. „Der Betrieb läuft gut“, resümiert die stellvertretende Tafel-Vorsitzende Sabine Knümann mit Blick auf die zurückliegenden Monate. Etliche feste Team-Mitglieder hatten sich aufgrund ihres gehobenen Alters beziehungsweise wegen Vorerkrankungen abgemeldet, so dass die Tafel vorübergehend schließen musste ( WN berichteten). Am Freitag (17. Juli) öffnet von 10 bis 12 Uhr auch wieder die Warenausgabe, die Menschen im Alter von über 65 Jahren vorbehalten ist. „Neu Kunden sind herzlich willkommen“, betont Knümann.

An den kommenden beiden Samstagen (18. und 25. Juli) werden von 10 bis 12 Uhr an der Schulze-Bremer-Straße 27 wieder Spenden mit sogenannter Lagerware entgegengenommen. „Hier drückt uns der Schuh, da unser Tafeltag an den Geschäften wegen Corona ausfallen musste. Jetzt fehlen Lebensmittel wie Mehl, Nudeln, Reis, Zucker und Öl, vor allem aber auch Hygieneartikel wie Duschgel und Zahnbürsten“, führt Knümann aus. Für die über 500 Tafel-Kunden freut sie sich, dass die Sendener die Spendetermine an den vergangenen Samstagen gut unterstützt haben. Ein Erlebnis ist ihr besonders in Erinnerung geblieben: „Es kam eine Seniorin mit ihrem Rollator zu uns. Der Korb an ihrem Wagen war bis oben hin voll mit Waren. Das war alles für uns!“

Auch personell schließen sich die Reihen bei der Tafel. „Nach den Corona-bedingten Absagen im Team haben wir gute Unterstützung aus der Bevölkerung bekommen. Das waren zum Beispiel Studentinnen, die zu Hause waren und Zeit hatten, uns zu helfen. Auch die alten Hasen kommen nach und nach zurück“, so die stellvertretende Tafel-Vorsitzende. Gleichwohl sorgt sie sich um eine personelle Lücke, die sich demnächst auftun wird: „Wir haben ein Registrierbüro, in dem wir unsere Datenpflege betreiben. Hier scheidet ein Team-Mitglied im August aus. Wir suchen noch jemand, der eine Affinität zur Computerarbeit hat und uns unterstützt“, berichtet Knümann. Wer diesbezüglich ehrenamtlich helfen möchte, wird gebeten, sich bei der Sendener Tafel,  0 25 97 / 6 93 57 80, zu melden.

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