SVB-Umkleide: Vertrag in trockenen Tüchern
Handwerker rücken im Herbst an

Bösensell -

Gemeinde Senden und SV Bösensell haben jetzt den Vertrag zur Sanierung und Modernisierung des SVB-Umkleidegebäudes geschlossen. An dem rund 655 000 Euro teuren Projekt, das im Herbst startet, muss sich der Verein mit rund 98 000 Euro beteiligen. Hier hofft der Vorstand auf die Unterstützung von Sponsoren.

Bürgermeister Sebastian Täger spendete sogleich 1000 Euro. Bei dem Geld handelt es sich um eine Aufwandsentschädigung aus einer Beiratstätigkeit.

Donnerstag, 16.07.2020, 14:30 Uhr aktualisiert: 17.07.2020, 14:18 Uhr
Martin Wiedau (vorne, 2.v.l.) und Bürgermeister Sebastian Täger (vorne, 2.v.r.) unterzeichneten den Vertrag zwischen dem SV Bösensell und der Gemeinde Senden. Ihnen zur Seite standen der stellvertretende SVB-Vorsitzende Christian Janning (l.) und Udo Thoms (r.), der das Bauvorhaben für die Gemeinde Senden begleitet.
Martin Wiedau (vorne, 2.v.l.) und Bürgermeister Sebastian Täger (vorne, 2.v.r.) unterzeichneten den Vertrag zwischen dem SV Bösensell und der Gemeinde Senden. Ihnen zur Seite standen der stellvertretende SVB-Vorsitzende Christian Janning (l.) und Udo Thoms (r.), der das Bauvorhaben für die Gemeinde Senden begleitet. Foto: Siegmar Syffus

Nicht nur planerisch, sondern auch rechtlich sind die Sanierung und Erweiterung des SVB-Umkleidegebäudes jetzt in trockenen Tüchern. Am Mittwochabend unterzeichneten Bürgermeister Sebastian Täger und SVB-Vorsitzender Martin Wiedau die vertraglichen Vereinbarungen zwischen dem Sportverein Bösensell und der Gemeinde Senden, die bei dem Projekt als Bauherr auftritt. Einem Baubeginn im Herbst steht somit nichts mehr im Wege. Gleichwohl ist noch offen, wann genau die Handwerker anrücken werden. Die für die Erstellung des Bauzeitenplans notwendigen Ausschreibungen sind nach Auskunft von Udo Thoms , der das Projekt bei der Gemeinde Senden begleitet, bereits auf dem Weg worden. Die Aufträge müssen allerdings noch vergeben werden.

„Ich freue mich, dass die Baumaßnahme nun bald losgeht. Das Gebäude erfüllt nicht nur sportliche Funktionen, es ist auch ein wichtiger Treffpunkt im Ort“, betonte Täger. Den freundlichen Worten ließ der Bürgermeister sogleich eine konkrete Tat folgen: Zur Unterstützung des Vereins, der sich an den Gesamtkosten von circa 655 000 Euro mit rund 98 000 Euro (15 Prozent) beteiligen muss, spendete er 1000 Euro. Bei dem Geld handelt es sich um eine Aufwandsentschädigung, die der Bürgermeister für seine Tätigkeit als Beiratsmitglied in einem privaten Unternehmen erhält. „Dieses Geld spende ich jedes Jahr für gemeinnützige Zwecke in unserer Gemeinde. In diesem Jahr habe ich mich für den SV Bösensell entschieden. Denn gerade in den Sportvereinen gibt es ein großes ehrenamtliches Engagement – insbesondere im Jugendbereich, das unser Dorfleben auch prägt“, erklärte Täger. Der SVB hofft nun auf weitere Spenden aus der Bevölkerung und dem in Bösensell ansässigen Unternehmen, damit der noch zu leistende Eigenanteil die Kasse des kleinen Vereins nicht zu stark belastet. Für den Restbetrag gewährt die Gemeinde Senden ein zinsloses Darlehen.

Folgende Maßnahmen sind geplant: Das Vereinsheim wird vergrößert und das Gebäude teilweise aufgestockt, sodass die zur Verfügung stehende Fläche von circa 300 Quadratmeter aus rund 425 Quadratmeter wächst. „Neben der Sanierung und Erneuerung der Umkleidebereiche werden zudem auch weitere Lagermöglichkeiten geschaffen. Die Besucher WCs werden modernisiert und um ein Behinderten WC ergänzt“, erläuterte Thoms. Außerdem werde das Geschäftszimmer erweitert. Heizung, Sanitär- und Elektroeinrichtungen müssen im Zuge der Sanierung größtenteils erneuert werden. „Wir gehen von einer Bauzeit von circa einem Jahr aus“, so Thoms weiter. Demzufolge müsste das runderneuerte und erweiterte Gebäude zu Beginn der Saison 2021/2022 den Bösenseller Sportlern zur Verfügung stehen.

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