Erster Spatenstich für Ottmarsbocholter Trauerhalle
„Großes Gemeinschaftsprojekt“

Ottmarsbocholt -

Nach langer Vorlaufzeit und Corona-bedingten Verzögerungen ist jetzt der erste Spatenstich für die neue Trauerhalle auf dem Ottmarsbocholter Friedhof gesetzt worden. Schon im Februar soll das rund 450 000 Euro teure, durch Eigenleistungen von Vereinen und Firmen unterstützte Bauvorhaben vollendet sein.

Freitag, 17.07.2020, 15:30 Uhr aktualisiert: 19.07.2020, 13:41 Uhr
Gemeinsam mit Bürgermeister Sebastian Täger (vorne, l.) führten Klaus Mende und Claudia Grave den symbolischen ersten Spatenstich für die neue Ottmarsbocholter Trauerhalle aus. Grave und Mende koordinieren die anstehenden Bauarbeiten im Sendener Rathaus.
Gemeinsam mit Bürgermeister Sebastian Täger (vorne, l.) führten Klaus Mende und Claudia Grave den symbolischen ersten Spatenstich für die neue Ottmarsbocholter Trauerhalle aus. Grave und Mende koordinieren die anstehenden Bauarbeiten im Sendener Rathaus. Foto: Siegmar Syffus

In würdigem Rahmen Abschied nehmen von einem verstorbenen geliebten Menschen, einem guten Freund oder Nachbarn: Für viele Ottmarsbocholter ist es eine Herzensangelegenheit, dass dazu eine Trauerhalle – nicht nur in Senden – sondern auch vor Ort im Dorf zur Verfügung steht. Darum wurde der Ruf nach einer neuen Trauerhalle laut, als feststand, dass der Altbau am Davertweg dem Wohnungsprojekt des Sozialwerkes St. Georg weichen muss. Der erste symbolische Spaten für die Aussegnungsstätte auf dem Ottmarsbocholter Friedhof erfolgte am Donnerstag im Beisein der Architekten Sascha Werth und Claudia Grave (Gemeinde Senden) sowie von Vertretern der Kirche, Politik, Verwaltung, des Schützen- und Heimatvereins.

„Wir haben 450 000 Euro für den Bau im Haushalt und hoffen, das sich diese Kosten durch den Einsatz örtlicher Firmen und die Muskelhypothek der Vereine möglichst stark reduzieren lässt“, sagte Bürgermeister Sebastian Täger . Er verwies darauf, dass sich auch die Kirchengemeinde durch Bereitstellung des Grundstücks sowie mit 10 000 Euro, ebenso wie das Sozialwerk St. Georg, am Bau beteilige.

Beschäftigte des Bauhofes sollen Anfang August mit den Vorarbeiten beginnen. Und wenn im Folgenden alles glatt läuft, könnte das Gebäude schon im Februar fertiggestellt werden. „Es ist ein großes Gemeinschaftsprojekt. Ich bin zuversichtlich: In Ottmarsbocholt klappt das“, betonte Täger mit Blick auf die umfangreichen Eigenleistungen der Verein in den vergangenen Jahren.

Kernstück der barrierefrei geplanten Trauerhalle ist ein 64 Quadratmeter großer Abschiedsraum mit 20 Sitzplätzen, zwei Rollstuhlplätzen und weiteren Stehplätzen. Größere Trauergemeinschaften finden draußen, unter einer vorgezogenen Überdachung Witterungsschutz. Ferner werden ein Behindertenparkplatz sowie eine behindertengerechte Toilette, die allen Friedhofsbesuchern zur Verfügung steht, eingerichtet. „Mit der neuen Trauerhalle soll ein friedlicher und einladender Ort für die Trauer und den Abschied errichtet werden“, so der Bürgermeister bei der Feierstunde.

Die Gestaltung der Halle ist auch ein Ergebnis des Arbeitskreises Trauerhalle, an dem sich verschiedene Akteure aus Ottmarsbocholt beteiligt hatten. Ein mögliches ehrenamtliches Engagement hielt durch das damalige Dorfprojekte KRAKE Einzug in die ersten Planungen des Arbeitskreises.

Nachdem die Gemeinde zuletzt im Mai um ehrenamtliche Unterstützung geworben hatte, sind neun Meldungen im Rathaus eingegangen. „Es handelt sich dabei sowohl um Einzelpersonen, Familien als auch Firmen. Die angebotene Hilfe bezieht sich auf Tischler-Zimmererarbeiten, Maurerarbeiten, Sanitär-, Klempner- und Heizungsarbeiten, die Reinigung, die Beschaffung von Bauelementen sowie Elektro- und Hilfsarbeiten“, berichtete Claudia Grave.

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