Düker-Projekt wird Ende August abgeschlossen
Abwasser nimmt neuen Weg

Senden -

Das rund 800 000 Euro teure Düker-Projekt der Gemeinde steht kurz vor dem Abschluss. Ab Ende August/Anfang September wird das Sendener Schmutzwasser durch die unter dem Dortmund-Ems-Kanal verlaufende neue Leitung Richtung Gettrup zur Kläranlage gepumpt.

Mittwoch, 22.07.2020, 18:30 Uhr aktualisiert: 24.07.2020, 14:50 Uhr
An der Einmündung der Straße „Am Kanal“ auf die Klosterstraße laufen die letzten Arbeiten zur Installation des neuen Schmutzwasserdükers an die Hauptleitung zur Kläranlage in Gettrup.
An der Einmündung der Straße „Am Kanal“ auf die Klosterstraße laufen die letzten Arbeiten zur Installation des neuen Schmutzwasserdükers an die Hauptleitung zur Kläranlage in Gettrup. Foto: Siegmar Syffus

Endspurt beim Bau des neuen Schmutzwasser-Dükers, der das Sendener Kanalsystem mit dem Klärwerk in Gettrup verbindet: An der Klosterstraße, unweit vom Wendebecken entfernt, werden zurzeit die letzten Rohre installiert. Sie verbinden das 162 Meter lange, bis zu sieben Meter unter der Sohle des Dortmund-Ems-Kanals verlaufenden Kernstück des Dükers mit der bestehenden Hauptleitung Richtung Gettrup.

„Das von der Mühlenstraße abzweigend, unter dem Dortmund-Ems-Kanal verlaufende Verbindungsstück wird unsere neue Hauptleitung“, sagt der bei der Gemeinde Senden zuständige Projektleiter Erwin Oberhaus . Die alte Schmutzwasserleitung, die unter der Sendener Kanalbrücke verlegt ist, werde somit künftig nur noch als Bypass dienen, wenn die neue Leitung gewartet werden muss. Gemeinde und die beteiligten Baufirmen bitten die Bevölkerung darum, die Sperrungen zu beachten und die Umleitungen zu benutzen.

Oberhaus geht davon aus, dass die ausstehenden Restarbeiten bis Ende August abgeschlossen sein werden. Anschließend erfolgt der Wechsel auf das neue Leitungsstück. Dazu wird es einerseits im Bereich Bakenstraße, andererseits an der Klosterstraße an das bestehende System angeschlossen. In diesen Umbauphasen wird die Schmutzwasserzufuhr zur Kläranlage gestoppt, indem die 16 Pumpwerke der Gemeinde abgestellt werden. „Das führt zu keiner Beeinträchtigung für die Bevölkerung, weil das anfallende Schmutzwasser vorübergehend in den Pumpwerken und in den Kanälen zwischengelagert wird“, so Oberhaus. Das Projekt, mit dem die Unternehmen Stratiebo aus Münster und Woort aus Senden beschäftigt sind, schlägt mit rund 800 000 Euro im Gemeindehaushalt zu Buche. Dieser Betrag fließt in die Berechnung der Abwassergebühren ein.

Zur Verlegung der Schmutzwasserleitung mit ihren 50 Zentimetern Durchmesser musste die Bakenstraße einseitig geöffnet werden. Nach Abschluss der Dükerarbeiten Ende August/Anfang September werde die Fahrbahn zunächst provisorisch asphaltiert, berichtet der Projektleiter. Später soll das Verbindungsstück zwischen Hafenplatz am Kanal und Münsterstraße im Zuge der ISEK-Maßnahmen ein Klinkerpflaster erhalten. Hierzu läuft das Ausschreibungsverfahren.

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