Huxburgweg: Unterschriftenaktion der Anwohner
„Durchfahrverkehr bremsen“

Senden -

Ebenso wie die Anwohner der „Alten Viehstraße“ fordern auch ihre „Leidensgenossen“ am Huxburgweg verkehrsberuhigende Maßnahmen. Durch zu schnelles und rücksichtloses Fahren entstehen gefährliche Situationen, nicht zuletzt für Kinder und Radfahrer, die die Wirtschaftswege nutzen.

Mittwoch, 29.07.2020, 17:41 Uhr aktualisiert: 30.07.2020, 18:18 Uhr
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P Foto: Siegmar Syffus

Wer im dichten Berufsverkehr zwischen Senden und Münster pendelt, für den ist der „Schleichweg“ über Huxburgweg und „Alte Viehstraße“ eine willkommene Alternative, um schneller als auf den Hauptverbindungen voran zu kommen. Belastungen und Gefährdungen für die Anwohner sowie für die Fahrradfahrer sind die Folge. Nach einem schweren Unfall im März hatten sich bereits die Anlieger der „Alten Viehstraße“ mit einer Unterschriftenlist für Sicherungsmaßnahmen eingesetzt ( WN berichteten). Eine weitere Unterschriftenlist mit entsprechender Zielsetzung für den Huxburgweg überreichte Piek Tamme jetzt an Bürgermeister Sebastian Täger .

„Durch den Berufsverkehr, durch UPS-Fahrzeuge und Lohnunternehmen entstehen immer wieder Gefahrensituationen, besonders wenn Kinder zur Schule fahren“, erklärte Tamme den Hintergrund der Aktion. „Unser Wunsch ist, dass der Durchfahrverkehr gebremst wird. Das schwebt meines Wissens schon seit fast 40 Jahren im Raum“, führte der Anwohner des Huxburgweges aus. „Lohnunternehmer ballern bei uns durch – dafür ist die Straße nicht ausgelegt“, so Tamme. Den Unterzeichnern sei daran gelegen, dass ein Kompromiss gefunden wird, der einerseits der Sicherheit der Anwohner und Radfahrer genügt, andererseits aber berechtigte Interessen der Landwirtschaft berücksichtigt.

Ebenso wie beim Bürgerantrag zur Verkehrssicherheit an der „Alten Viehstraße“ verwies der Bürgermeister darauf, dass die Gemeinde Senden keine Berechtigung habe, beispielsweise Tempo-50-Schilder aufzustellen oder Fahrbahnschweller zu installieren. Das lasse die Straßenverkehrsbehörde des Kreises Coesfeld wegen grundsätzlicher Regelungen für den Außenbereich nicht zu. „Wir haben allerdings die Möglichkeit auf eine Fahrradstraße aufzuspringen“, zeichnete Täger einen Hoffnungsstreif am Horizont. Voraussetzung dazu sei, dass die rund 5,2 Kilometer lange Strecke zwischen der Einmündung der „Alten Viehstraße“ auf die Osthoffstraße bis zur Einmündung des Huxburgweges auf die B 235 an das zurzeit entstehende Velorouten-Netz der Stadtregion Münster angeschlossen werde.

„Wir wollen zusammen mit Münster nach einer Gesamtlösung suchen und sind im Gespräch“, erklärte der Bürgermeister. Auf diese Weise könnte eine Veloroute entstehen, die den Sendener Ortskern über Bredenbeck und Mecklenbeck mit Münsters Innenstadt verbindet. Aufgrund einer damit einhergehenden Umwidmung des Huxburgweges und der „Alten Viehstraße“ zu Fahrradstraßen könnten Verkehrssicherungsmaßnahmen ergriffen werden. Denkbar wäre beispielsweise eine Temporeduzierung sowie eine Beschilderung „Anlieger und landwirtschaftlicher Verkehr frei“, erläuterte der Bürgermeister.

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