Jugend engagiert sich im Denkmalschutz
Internationaler Einsatz fürs Schloss

Senden -

Die Jugendbauhütte wird erneut auf Schloss Senden aktiv: 25 Ehrenamtliche erstellen eine Fotodokumentation und bereiten die Restaurierung des Gartenhauses vor. Inklusive dieser anstehenden Projekte schlagen die Einsätze der Jugendbauhütte für das Schloss seit 2016 mit 5400 Arbeitsstunden zu Buche.

Donnerstag, 10.09.2020, 18:30 Uhr aktualisiert: 11.09.2020, 15:54 Uhr
Unter der Leitung von Bernhard Anzalone (vorne, l.) werden diese 25 ehrenamtlichen Helfer der Jugendbauhütte
Unter der Leitung von Bernhard Anzalone (vorne, l.) werden diese 25 ehrenamtlichen Helfer der Jugendbauhütte Foto: Siegmar Syffus

Eine interessante Führung durch historisches Gemäuer, unterhaltsamer Small Talk, leckere Grillwürstchen und Gemüsespieße zum Abschluss: Ganz so entspannt wie beim Einführungsseminar wird es für die 25 Abiturienten und Studierenden im November nicht zugehen. Dann werden die Helfer der Jugendbauhütte im Rahmen ihres Freiwilligenjahres im Denkmalschutz Schloss Senden in die Hände spucken. Dieses Mal geht es sogar international zu. Denn dem Team der Ehrenamtlichen gehören drei junge Frauen aus Afghanistan, Brasilien und der Ukraine an.

Bei diesem mittlerweile neunten Seminar seit April 2016 stehen zwei Teilprojekte auf dem Programm. Zum einen eine Fotodokumentation von Herrenhaus, Rombergtrakt, Remise, Ökonomie, Rentei und Mannenhaus sowie von Schlosspark und Kapelle. Darüber hinaus wird ein Theorie-Praxis-Projekt am Gartenhaus, das sich kurz vor der Zufahrt zum Schloss befindet, durchgeführt.

„Am Gartenhaus wollen wir ein Aufmaß und eine Schadensdokumentation für eine später folgendes über Jahre laufende Restaurierung durch den Architekten Christian Kiesow erstellen“, erläutert Bernhard Anzalone . Der Leiter der Jugendbauhütte freut sich, dass nach dem Corona-bedingten Ausfall im Frühjahr, jetzt wieder ein Seminar auf Schloss Senden stattfinden kann. Dazu wurden entsprechende Hygiene- und Abstandsregeln erarbeitet.

Inklusive des jetzt anstehenden Seminars schlägt die Arbeit der Jugendbauhütte auf Schloss Senden mit insgesamt rund 5400 ehrenamtlich geleistete Einsatzstunden zu Buche, hat Bernhard Anzalone ausgerechnet. Im Rahmen ihres Freiwilligen Sozialen Jahres in der Denkmalpflege haben sich die jungen Helfer mittlerweile auf vielfältige Weise eingebracht: Sie entrümpelten große Teile des Schlosses, machten Türen und Fenster gängig, befreiten das Mauerwerk an der Gräfte vom Bewuchs, bauten ein Insektenhotel, pflegten Beete im Schlosspark, führten Vermessungsarbeiten aus und archivierten alte Dokumente (WN berichteten).

„Nach dem ausgefallen Einsatz der Jugendbauhütte im Mai sind wir sehr froh, dass es jetzt wieder klappt. Wir sind dankbar für diese Unterstützung, die das Schloss weiter nach vorne bringt“, hebt Dr. Lennart Pieper, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Schloss-Vereins, ausdrücklich hervor.

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