Maisernte in Senden
Futter für die Rinder der Landwirte

Senden -

Mehr Mais und weniger Wintergerste landet in diesem Herbst in den Traktoranhängern, die jetzt wieder auf den Wirtschaftswegen in Senden zu sehen sind.

Montag, 28.09.2020, 11:57 Uhr aktualisiert: 28.09.2020, 14:58 Uhr
Die Maisernte in Senden ist in vollem Gang.
Die Maisernte in Senden ist in vollem Gang. Foto: LOV

Jetzt fahren sie wieder über die Wirtschaftswege in Senden: Traktoren mit voll beladenen Anhängern gefüllt mit frisch gehäckseltem Maisschrot. Mais, als Jahrtausende alte Kulturpflanze aus Südamerika, liefert dabei besonders viel Biomasse (Bindung von CO) bei wenig Wasserbedarf, teilt der Landwirtschaftliche Ortsverband Senden mit.

Bedingt durch das nasse Wetter im Herbst 2019 sei die Wintergerste nur im geringeren Umfang gesät worden. Dadurch habe sich die optimale Fruchtfolge etwas zugunsten größerer Maisanbauflächen verschoben. Diese Veränderung werde sich im Jahr 2020 ausgleichen. Die Landwirte erläutern in ihrer Mitteilung, dass die optimierte Fruchtfolge die Böden schont und sie fruchtbar hält. Der Mais kann dabei die erforderlichen Nährstoffe aus tieferen Bodenschichten lösen und lockert durch die Kapillarwirkung der Wurzeln die Böden auf.

Der Großteil des Maises diene der Fütterung des Rindviehbestandes in unmittelbarer Nähe der Erzeugerflächen. Das Häckselgut wird dabei unter einer Folie luftdicht eingelagert. Durch den Luftabschluss kommt es zu einer Milchsäuregärung, bei der der Zucker im Mais umgewandelt wird. Diese Behandlung des Häckselgutes erfolge sinnvoller Weise nur vor Ort ohne lange Transportwege. Der geringste Anteil der Ernte gelange in Biogasanlagen zur klimaneutralen Produktion von Strom und Wärme. Dabei liefert der Ertrag von einem Hektar Maisfläche den Strom für fünf Haushalte und nimmt den CO-Ausstoss von 60 000 Kilometer Autofahrt auf. Zusätzlich wird bei der Photosynthese jährlich Sauerstoff für 60 Menschen erzeugt. Die Landwirte seien froh über das Verständnis in der Bevölkerung bei möglichen Behinderungen im Straßenverkehr und nicht vermeidbare Belästigungen durch Lärm, heißt es abschließend.

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