Maschinenbauer Niehues: Zwischenfazit der Corona-Zeit
Freiräume nutzen und investieren

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Vorsichtig optimistisch blickt das Maschinenbau-Unternehmen Niehues auf die kommende wirtschaftliche Entwicklung. Die Corona-Krise habe ohnehin anstehende Entwicklungen im Betrieb beschleunigt, der in der Lage war, antizyklisch zu investieren.

Donnerstag, 01.10.2020, 16:10 Uhr aktualisiert: 01.10.2020, 17:42 Uhr
Pauline Grell, die bei Niehues für das Marketing zuständig ist, präsentiert den neuen Online-Shop.
Pauline Grell, die bei Niehues für das Marketing zuständig ist, präsentiert den neuen Online-Shop. Foto: Siegmar Syffus

Die Corona-Krise geht auch am Maschinenbau-Unternehmen Niehues , mit 120 Mitarbeitern einer der größten Sendener Betriebe, nicht spurlos vorbei. Als Zulieferer für diverse Industriezweige sei die aktuelle Nachfrage „gleichbleibend rückgängig in einigen unserer Bereiche“, resümiert Michael Niehues. Gleichwohl gibt sich der Geschäftsführer des inhabergeführten Familienunternehmens vorsichtig zuversichtlich: „Die Produktion läuft besser als zu Beginn der Krise. Im Sommer hat sich die Situation wieder merklich eingerenkt und wir nutzen den Freiraum, der in einigen Bereichen entsteht, um antizyklisch zu investieren.“

Neue Azubis – aber auch in Teilen Kurzarbeit

Mit Blick auf den auch zukünftig anhaltenden Fachkräftebedarf hat Niehues zum 1. August insgesamt wieder fünf Auszubildende im kaufmännischen Bereich sowie im Lager und der Produktion eingestellt. Außerdem hat sich das Unternehmen im IT-Bereich zügiger als zuvor weiterentwickelt.

In einigen Segmenten muss zurzeit allerdings Kurzarbeit gefahren werden. Hiervon betroffen sind insbesondere die Außendienstmitarbeiter sowie einzelne Abteilungen des Hydraulikbereiches. „Corona-bedingt sind Kundenbesuche zurzeit nur sehr schwierig möglich. Wir nutzen aber digitale Tools, um mit unseren Kunden in Kontakt zu treten“, sagt Pauline Grell , die bei Niehues für das Marketing zuständig ist. „Die Kollegen der Verwaltung sind nach wie vor teilweise im Homeoffice. Das klappt erstaunlich gut“, betont Grell. „Es wird sehr effizient gearbeitet. Man kommt schneller zu Ergebnissen und ist produktiver, weil man fokussiert vor dem Rechner sitzt. Statt drei Abstimmungen wie früher kommt man jetzt mit zwei Terminen aus.“

Gleichwohl sei es aus Sicht des Familienunternehmens sehr wichtig, dass weiterhin auch die zwischenmenschlichen Kontakte gepflegt werden. „Wir haben auch schon überlegt, eine digitale Kaffeepause einzurichten, um den Kollegen die Möglichkeit zum privaten Austausch zu geben“, berichtet die Firmen-Sprecherin.

Online-Shop schneller umgesetzt

Die zeitlichen Freiräume der vergangenen Monate wurden auch dazu genutzt, um einen Online-Shop als zusätzlichen Vertriebskanal neu aufzubauen sowie die Firmenhomepage neu zu gestalten.

„Der Online-Shop wäre ohnehin gekommen, weil sich immer mehr Kunden im Internet orientieren. Bedingt durch Corona ist es aber deutlich schneller umgesetzt worden als eigentlich vorgesehen. Wir müssen flexibel reagieren, offen sein für Neues und konsequent digitalisieren“, bilanziert Grell die bisherigen Erfahrungen der Corona-Zeit.

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