Grundschüler erforschen „toten Winkel“
Unsichtbar sein ist extrem gefährlich

Ottmarsbocholt -

Der tote Winkel birgt tödlich Gefahr. Wie sie sich angesichts dessen im Verkehr verhalten müssen, lernten Viertklässler aus Ottmarsbocholt und Davensberg bei der Spedition Becker.

Montag, 12.10.2020, 11:48 Uhr
Verkehrssicherheitsberaterinnen Stephanie Schlusemann und Silke Baumann waren mit Viertklässlern aus Ottmarsbocholt und Davensberg bei der Spedition Becker in Ottmarsbocholt.
Verkehrssicherheitsberaterinnen Stephanie Schlusemann und Silke Baumann waren mit Viertklässlern aus Ottmarsbocholt und Davensberg bei der Spedition Becker in Ottmarsbocholt. Foto: Polizei

„Unsichtbar sein“ ist im Straßenverkehr ex­trem gefährlich. Das wissen Viertklässler aus Ottmarsbocholt und Davensberg jetzt ganz genau. Im Rahmen der Verkehrserziehung der Polizei Coesfeld hatten sie sich bereits in der Theorie mit den Gefahren des „Toten Winkels“ beschäftigt. Nun besuchten die Kinder die Spedition Becker in Ottmarsbocholt. Mit dabei waren die Verkehrssicherheitsberaterinnen Silke Baumann und Stephanie Schlusemann von der Polizei.

Heinz-Jürgen Becker und Tochter Katja Moll nahmen sich viel Zeit, um den Viertklässlern den „Toten Winkel“ anschaulich näher zu bringen. Die Schüler durften auf dem Fahrersitz eines Lkw platz nehmen. So sahen sie, welche Bereiche für einen Lkw-Fahrer nicht zu überblicken sind. Gemeinsam steckten sie die Gefahrenbereiche ab, die durch Planen bereits am Boden gekennzeichnet waren. Dafür nutzten sie Smiley-Aufkleber und ausgedruckte Verkehrsschilder. Dadurch wurde den Kindern auf eindrückliche Art deutlich, wie groß der tote Winkel und somit die Gefahr tatsächlich ist, so die Pressemitteilung.

Der tote Winkel, in dem sie als Verkehrsteilnehmer nicht sichtbar sind, wurde abgesteckt und deutlich gemacht.

Der tote Winkel, in dem sie als Verkehrsteilnehmer nicht sichtbar sind, wurde abgesteckt und deutlich gemacht. Foto: Polizei

Die Lehrerinnen und begleitenden Eltern erlebten das während einer kleinen Tour. Die Firma Becker stellte während der gesamten Zeit eine weitere Zugmaschine samt Auflieger und Fahrer zur Verfügung. Sie drehten eine Runde durch den Ort. Die Beifahrer zeigten sich davon beeindruckt, was ein Lkw-Fahrer alles beachten muss und wie viel er nicht sieht.

Technik auf dem „Bock“ soll das Risiko minimieren, wie Junior-Chefin Katja Moll erläutert: „Zwei zusätzliche Spiegel und eine Kamera im Bereich der Außenspiegel sollen das Sichtfeld des Fahrers vergrößern und so die Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer minimieren.“ Moll beantwortete die vielen Fragen der begeisterten Viertklässler. Diese waren sich zum Schluss einig: „Als Radfahrer sollte man im Kreuzungsbereich immer hinter dem Lkw bleiben. Sicher ist sicher!“

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