Gemeinde und Gewerbeverein: Digitalisierungsoffensive
Händler erkennen Chancen

Senden -

Auf Einladung von Gewerbeverein und kommunaler Wirtschaftsförderung wurde praxisnah erläutert, mit welchen digitalen Werkzeugen die Kaufleute in Senden ihre Position gegenüber Online-Giganten wie Amazon und Co. ein Stück weit verbessern und Kaufkraft am Ort binden können.

Donnerstag, 15.10.2020, 14:50 Uhr
Thimo Eckel, Geschäftsführer der Lozuka GmbH, stellte Mitgliedern des Gewerbevereins Senden das Geschäftsmodell eines digitalen Marktplatzes mit Logistik vor.
Thimo Eckel, Geschäftsführer der Lozuka GmbH, stellte Mitgliedern des Gewerbevereins Senden das Geschäftsmodell eines digitalen Marktplatzes mit Logistik vor. Foto: Wirtschaftsförderung Senden

„Das waren gute und praxisnahe Impulse, die auch unsere Gemeinde voranbringen können“, ziehen die Wirtschaftsförderer Niklas Esser und Melanie Baßenhoff eine positive Bilanz hinsichtlich der Digitalisierungsoffensive, die im Restaurant Niemeyers stattgefunden hat.

Gemeinsam mit den Gewerbevereinen Senden und Bösensell hatte die gemeindliche Wirtschaftsförderung die Veranstaltung am Dienstagabend konzipiert, um den örtlichen Gewerbetreibenden anhand von zwei ausgewählten Beispielen neue digitale Anwendungsmöglichkeiten aufzuzeigen.

Infrastruktur bietet gute Ausgangsposition

Die vorhandene Infrastruktur bietet dabei eine gute Ausgangsposition: „Wir haben in der Gemeinde Senden ein flächendeckendes Glasfasernetz und im Ortskern gibt es ein durchgängiges City-WLAN – damit können wir auf eine sehr gute Infrastruktur aufbauen“, hob Wirtschaftsförderin Baßenhoff einleitend hervor.

Manfred Tiemann, Vorsitzender der Gewerbevereine Senden und Bösensell, machte in seinem Grußwort deutlich, wie wichtig es ist, offen für den digitalen Fortschritt zu sein und sich Neuerungen nicht zu verschließen. „Die Digitalisierung schreitet unaufhaltsam voran und bietet auch für die Einzelhändler und Gewerbetreibenden in unserer Gemeinde tolle Möglichkeiten“, hatte der Gilden-Chef schon in der Einladung zu der Veranstaltung unterstrichen.

Digitaler Stadtgutschein punktet bei Kaufleuten

Dort überzeugte der digitale Stadtgutschein. Denn bei dem Treffen bei Niemeyer´s wurde ganz konkret veranschaulicht, wie der örtliche Handel seine Kundenbindung dank moderner Technik verbessern kann: Alexander Arend, CEO der zmyle GmbH aus Coesfeld, stellte das Konzept „seines“ digitalen Stadtgutscheines vor. Gutscheine können dabei kinderleicht, so die Pressemitteilung, online per Handy, Tablet oder PC erworben und verschickt werden – zugleich wird aber auch ein traditioneller „Papiergutschein“ angeboten. Diese Kombination von „online“ und „offline“- Welt stieß bei der anwesenden Unternehmerschaft auf breite Zustimmung. „Für uns wäre dieses System auch eine erhebliche Verwaltungserleichterung, die Abwicklung des bisherigen Senden Gutscheines ist sehr aufwendig“, sprach sich eine Händlerin in der anschließenden Diskussionsrunde für das digitale Modell aus.

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