Wirtschaftsförderung: Umdenken in Zeiten von Corona
Online-Präsenz zahlt sich aus

Senden -

Die coronabedingten Einschnitte haben sich bei den Sendener Firmen sehr unterschiedlich ausgewirkt. Grundsätzlich habe sich eine starke Online-Präsenz bezahlt gemacht, sagt Wirtschaftsförderer Niklas Esser. Mit einer Glasfaser-Anschlussquote von 91 Prozent biete die Gemeinde dazu ein gute Basis.

Montag, 26.10.2020, 18:06 Uhr aktualisiert: 29.10.2020, 10:08 Uhr
Wirtschaftsförderer Niklas Esser freut sich, dass die im Frühjahr gestartete Initiative „Senden packt an“ auf gute Resonanz bei den örtlichen Unternehmen gestoßen ist. 2021 soll ein digitaler Senden-Gutschein ins Leben gerufen werden.
Wirtschaftsförderer Niklas Esser freut sich, dass die im Frühjahr gestartete Initiative „Senden packt an“ auf gute Resonanz bei den örtlichen Unternehmen gestoßen ist. 2021 soll ein digitaler Senden-Gutschein ins Leben gerufen werden. Foto: Siegmar Syffus

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie haben auch in Sendens Geschäftswelt deutliche Spuren hinterlassen. „Wir haben allerdings ein sehr heterogenes Bild“, sagt Niklas Esser . Während insbesondere Einzelhandel, Messebau und Gastronomie unter dem Druck der Auflagen standen und stehen, hätten Firmen, die im medizinischen Bereich oder im Vertrieb von Reinigungs- und Desinfektionsmitteln tätig sind, profitieren können. „Allgemein haben wir gemerkt, dass Unternehmen, die online schon stark aufgestellt waren, über diese Kanäle eine deutliche höher Nachfrage verbuchen konnten. Die Händler erkennen, dass Online-Präsenz wichtig ist. Das hat Corona gezeigt“, resümiert der Wirtschaftsförderer.

Diese Erkenntnis ziehen Niklas Esser und seine Kollegin Melanie Baßenhoff unter anderem auch aus dem Erfolg der Initiative „Senden packt an“: 53 Unternehmen aus der Gemeinde präsentieren sich gemeinsam auf der Homepage der Gemeinde Senden, um auf ihre besonderen Angebote wie Lieferdienste oder Onlinebestelloptionen aufmerksam zu machen. Als weitere Initiative zur Stärkung des örtlichen Handels möchten Esser und Baßenhoff 2021 in Kooperation mit dem Gewerbeverein einen digitalen „Senden-Gutschein“ ins Leben rufen. Ein solches Projekt ist bereits vor drei Wochen in der Gemeinde Ascheberg an den Start gegangen.

Aus Sicht der Wirtschaftsförderer zeigt Corona die zunehmende Bedeutung des Glasfasernetzes für Unternehmen und Arbeitnehmer als „flexibles Instrument, sich verändernden Herausforderungen stellen zu können“. Diesbezüglich habe es insbesondere von Bewohnern des Außenbereichs positive Rückmeldungen gegeben. Dank ihres Anschlusses an die Datenautobahn konnten sie problemlos Homeoffice nutzen. Mittlerweile verfügen über 91 Prozent der Haushalte in der Gemeinde Senden über einen Glasfaser-Anschluss. „Ebenso wie Lüdinghausen und Ascheberg sind wir damit sehr gut aufgestellt. Zum Vergleich: In Münster liegt die Quote bei 59 Prozent“, führt Esser aus.

Auch während der Corona-Zeit verzeichneten die Wirtschaftsförderer eine hohe Nachfrage nach Gewerbegrundstücken mit Tendenz nach oben. „Leider ist die Flächenverfügbarkeit nicht mehr in dem Maße gegeben“, bedauert Esser. Trotzdem konnte die Gemeinde mit „Der Olivenstand GmbH“ eine Neuansiedlung im Bösenseller Südfeld verbuchen. Das Unternehmen beschickt zwischen Osnabrück und Wuppertal 25 Märkte mit mediterranen Lebensmitteln. Erfolgreich verlaufen sind auch Gespräche mit der ADL GmbH, die im Gewerbegebiet Brocker Feld ein Grundstück erworben hat und voraussichtlich noch in diesem Jahr bebauen wird. Die Produkte des Unternehmens sind, wie es auf der Homepage heißt, „auf die Versorgung chronischer Wunden, Unterstützung in der Schmerztherapie und die Entlastung des Pflegemittelsektors ausgerichtet“.

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