Wohnbauprojekt am Strontianitfeld
„Nachfrage ist extrem hoch“

Ottmarsbocholt -

25 neue Wohnungen, von denen fünf öffentlich gefördert werden, sollen bis zur Jahreswende 2021/22 am Strontianitfeld bezugsfertig sein. Im ersten Bauabschnitt entsteht aktuell eine Tiefgarage mit 30 Stellplätzen.

Dienstag, 27.10.2020, 18:10 Uhr aktualisiert: 29.10.2020, 10:09 Uhr
Die Baugrube für die Tiefgarage ist nahezu fertig. Dort werden Stellplätze für 30 Autos sowie Abstellräume eingerichtet. Die fünf geplanten oberirdischen Baukörper sollen zur Jahreswende 2021/22 fertig sein. Es entstehen 25 Wohnungen, von denen fünf öffentlich gefördert werden.
Die Baugrube für die Tiefgarage ist nahezu fertig. Dort werden Stellplätze für 30 Autos sowie Abstellräume eingerichtet. Die fünf geplanten oberirdischen Baukörper sollen zur Jahreswende 2021/22 fertig sein. Es entstehen 25 Wohnungen, von denen fünf öffentlich gefördert werden. Foto: Siegmar Syffus

Gut zwei Meter tief haben sich die Bagger ins Erdreich gefressen. Nur noch wenige Tage wird es dauern, bis die 1400 Quadratmeter große Baugrube fertig ist. In ihr sollen bis Ende Januar eine Tiefgarage mit 30 Stellplätzen sowie Abstellräume für einen neuen Wohnkomplexes im Strontianitfeld entstehen. Fünf weitere Stellplätze werden auf dem Grundstück eingerichtet. „Mit dem gesamten Bauvorhaben werden wir voraussichtlich in 15 Monaten fertig sein, sodass die Wohnungen zur Jahreswende 2021/22 bezugsfertig sind“, berichtet Architekt Sascha Werth auf Anfrage.

Auf dem rund 2500 Quadratmeter großen Areal wachsen fünf Baukörper mit jeweils fünf Wohnungen in Größen zwischen 54 und 90 Quadratmetern. Fünf Wohnungen werden öffentlich gefördert und zu einem Kaltmietpreis von 6,50 Euro pro Quadratmeter angeboten. Zehn Wohnungen werden frei vermietet. „Die Vermarktung der zehn Eigentumswohnungen ist bereits abgeschlossen. Die Nachfrage ist extrem hoch“, verweist Werth auf den enormen Druck auf dem Wohnungsmarkt, der auch in Ottmarsbocholt zu spüren ist.

Der Bebauungsplan hätte einen zusammenhängenden Baukörper zugelassen. Trotzdem habe er sich für fünf Baukörper entschieden, von denen zweimal zwei über ein gemeinsames Treppenhaus, jeweils mit Fahrstuhl, erschlossen werden. Das Gebäude mit Eigentumswohnungen befindet sich in der Mitte des Komplexes. „Es war uns wichtig, dass sich die Gebäude in die Struktur des bestehenden Wohngebietes einfügen“, sagt der Architekt. Darüber hinaus sei der Fokus auf ein energetisch „hohes Niveau“ gelegt worden. Es werden Wärmepumpen für die Heizungen eingesetzt. Ferner sei geplant, die Satteldächer mit Photovoltaikanlagen auszustatten. „Der energetische Standard der Gebäude ist deutlich besser, als es die Energieeinsparverordnung erfordert“, betonte Werth. Deshalb habe man entsprechende Fördermöglichkeiten ausschöpfen können.

Um zu vermeiden, dass das bestehende Wohngebiet durch Baustellenverkehr belastet wird, wurde am Gewerbegebiet Ketternkamp eine von der Brakelstraße abzweigende Zuwegung für Bagger, Laster  & Co. eingerichtet. Nach Fertigstellung der Tiefgarage sollen die fünf Häuser „sukzessive“ gebaut werden. Das heißt: „Sobald die Maurer mit dem ersten Gebäude fertig sind, beginnen sie am zweiten, parallel dazu laufen die folgenden Gewerke am ersten Gebäude und so fort“, erläutert der Architekt.

Die Fläche, auf der die 25 Wohnungen entstehen, war von vornherein im Bebauungsplan „Strontianitfeld“ für eine Sonderbebauung vorgesehen. Sie lag neun Jahre lang brach, weil die Gemeinde dort ursprünglich eine Seniorenwohnanlage vorgesehen hatte. Dazu besteht mittlerweile kein Bedarf mehr. Denn das Sozialwerk St. Georg baut am Davertweg – wie berichtet – zwei Pflegewohngemeinschaften für 16 Senioren. Darüber hinaus sollen auf einem Grundstück an der Kirchstraße Pflegewohngemeinschaften mit bis zu 24 weiteren Plätzen geschaffen werden.

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