Hörkraft stemmt sich als inhabergeführtes Geschäft gegen Virus-Folgen
Mit Beratung und Hygienekonzept punkten

Senden -

Die Folgen des Corona-Virus waren schon beim ersten Lockdown zu spüren. Hörkraft stemmt sich als inhabergeführtes Geschäft gegen die anhaltenden Effekte der Pandemie.

Montag, 02.11.2020, 06:30 Uhr
Lena Herder und Jan-Bernd Althoff legen viel Wert auf Service und kompetente Fachberatung der Kunden in Senden.
Lena Herder und Jan-Bernd Althoff legen viel Wert auf Service und kompetente Fachberatung der Kunden in Senden. Foto: di

Corona schädigt die Lunge, doch auch Unternehmen könnten nach Luft ringen, brauchen jedenfalls einen langen Atem. Für die Firma „Hörkraft“, ein noch junges inhabergeführtes Unternehmen, bedeutete die Pandemie schon in der ersten Welle eine Herausforderung. „Alles, was nicht absolut notwendig war, wurde reduziert“, fasst Jan-Bernd Althoff , mit Ingo Fennen Geschäftsführer des Unternehmens, die anfängliche Entwicklung zusammen.

Zumal in Senden, anders als am Standort Sendenhorst, sei die Frequenz im Laden deutlich heruntergegangen. Immerhin, nach einem sehr schwachen April, habe der Umsatz im Mai wieder angezogen. Die dritte Filiale, in Gremmendorf, wurde allerdings justament erst im Februar und kurz vor der Lock-down-Phase eröffnet. Alle drei Standorte wurden – trotz ohnehin hoher Hygienestandards – noch weiter mit Schutz gegen Infektionsrisiken ausgestattet und der Service wurde ausgebaut, indem beispielsweise Hörgerätebatterien telefonisch bestellt werden können und dem heimischen Briefkasten zugestellt werden.

Langfristige Perspektive ist positiv

Die langfristige Perspektive schätzen Althoff und Fennen – ihre fünf Mitarbeiter befinden sich in Kurzarbeit, ihr Gehalt wird aber auf 100 Prozent aufgestockt – weiterhin sehr positiv ein. „Der Bedarf ist da.“ Die Bereitschaft, das eigene Hörvermögen mit technischer Hilfe zu verbessern, sei gewachsen und erreiche auch jüngere Altersschichten. Das Interesse, sich mit den Features von Geräten zu beschäftigen, sei ebenfalls größer geworden.

Die Firmengründer, die sich jetzt mit der zweiten Infektionswelle konfrontiert sehen, bedauern deshalb auch nicht den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt zu haben. Beide haben zuvor Erfahrungen bei Hörgeräteherstellern gesammelt und sich auf der Akademie für Hörakustik in Lübeck kennengelernt. Die Chefs des Start ups bringen profunde technische Kenntnisse mit und wollen Filialisten, von denen manche in Krisenzeiten nicht mal die volle Miete gezahlt hätten, Paroli bieten. Anders als manche große Ketten, die an „ihre“ Produkte gebunden seien, können Althoff und Fennen nach eigenen Angaben auf zwölf Hersteller und damit „das gesamte Portfolio der Hörgeräte-Welt“ zurückgreifen. Die Qualität stehe im Vordergrund – auch schon bei Null-Zuzahlung, beteuern die beiden Meister der Hörgeräteakustik.

Nische mit Kompetenz besetzen

Sie legen Wert auf eine kompetente Beratung für eine bedarfsgerechte Versorgung der Kunden und setzen Akzente bei der ökologischen Ausrichtung ihres Betriebs und ihres Sortiments.

Beim Marketing geht Hörkraft neue Wege, indem sie Probanden für ein Testhören unter realen Bedingungen suchen. Die Geräte sollen im Alltag und in Kleingruppen beim Nachtwächter-Rundgang mit dem Heimatverein getestet werden. Interessenten können sich noch unter  0 25 97/ 69 68 370 für die Aktion anmelden.

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