Päckchen für Rumänien
Für Freude an Weihnachten: 559 Mal bunt verpackt

Senden -

Ein neuer Rekord: 559 bunt verpackte Weihnachtspakete gehen aus Senden auf die Reise nach Rumänien. Dort sollen sie an Weihnachten für Freude bei Waisenkindern sorgen.

Sonntag, 15.11.2020, 19:16 Uhr aktualisiert: 16.11.2020, 11:58 Uhr
Eng war es in der Diele bei Anjou und Tabea Paschke und Jonas
Eng war es in der Diele bei Anjou und Tabea Paschke und Jonas Foto: Andreas Krüskemper

Dass man vor lauter Weihnachtspäckchen kaum ins Haus kommt, ist eher selten der Fall. Bei Anjou und Tabea Paschke sowie Jonas Reher trat genau das am Samstag ein: In der Diele ihres Hauses im Anton-Aulke-Ring stapelten sich 559 weihnachtlich eingepackte Schuhkartons, gespendet von Sendener Bürgern.

Dort verweilten die Pakete aber nur kurz: Noch am Nachmittag wurden sie nach Warendorf gebracht, von wo sie am Mittwoch im Rahmen der Aktion „Ich schenk‘ Dir meinen Stern“ des Vereins „Aktion Kleiner Prinz“ die Reise nach Rumänien antreten werden, um dortigen Waisenkindern zu Weihnachten eine kleine Freude zu bereiten.

Begonnen hat es vor genau zehn Jahren: Damals hatten Tabea und Anjou so viele Kuscheltiere, dass sie sich entschieden, sich von einigen zu trennen. Ihre Eltern kamen damals mit der Aktion „Kleiner Prinz“ in Kontakt und entschieden sich, die Aktion auch von Senden aus zu unterstützen. Zunächst im Pfarrheim, später in ihrem eigenen Haus wurden die Pakete gesammelt. Nach ihrem Wegzug haben die Töchter die Organisation der Sammelaktion übernommen. „Dass es in diesem Jahr so viele sind, hat uns vollkommen überrascht“, geben die beiden zu. 559 Pakete ist bisheriger Rekord der vergangenen zehn Jahre: „Die bisher höchste Zahl an Paketen lag bei etwa 480“, erinnern sie sich.

Die Aktion „Ich schenk‘ Dir meinen Stern“ des Vereins „Kleiner Prinz“ startete im Jahr 1995 in Warendorf, mittlerweile wird sie in vielen Orten in Nordrhein-Westfalen durchgeführt. „Aber auch im weiteren Umkreis gibt es Unterstützer, so beispielsweise auch durch Schulen in Hamburg oder Berlin“, berichten die engagierten Sendenerinnen. Anfangs gingen die Geschenke nach Bosnien, Kroatien und in den Kosovo, in den vergangenen Jahren nach Rumänien. Die Verteilung vor Ort läuft unter anderem über die Caritas, sodass sichergestellt ist, dass die Pakete auch dort ankommen, wo sie benötigt werden.

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