Bürgerpreis der Gemeinde Senden
Zeichen der Anerkennung setzen

Senden -

Der Bürgerpreis der Gemeinde Senden soll – in welcher Form auch immer – Anfang Dezember auf jeden Fall vergeben werden. Denn die Verwaltung und die Sparkasse, die den Preis dotiert, wollen ein Zeichen setzen, dass das ehrenamtliche Engagement in Senden anerkannt und gewürdigt wird.

Montag, 16.11.2020, 17:40 Uhr
Preisträger im Premieren-Jahr des Bürgerpreises: Team der Seniorenstube Senden mit Maria Gaszek
Preisträger im Premieren-Jahr des Bürgerpreises: Team der Seniorenstube Senden mit Maria Gaszek Foto: di

Der Gewinner – das ist das Gemeinwesen, die Gemeinschaft aller in Senden lebender Menschen, deren Lebensqualität durch den ehrenamtlichen Einsatz steigt. Daneben gibt es aber Preisträger, die für den Bürgerpreis der Gemeinde Senden nominiert wurden – und darunter auch noch Sieger. Die Auszeichnung soll außergewöhnliches Engagement von selbstlos Tätigen anerkennen, die sich in verschiedenen Bereichen für andere einsetzen – zum Beispiel durch soziale und kulturelle Projekte und Hilfeleistungen, nachbarschaftliche Unterstützung sowie Projekte zum Schutz von Natur und Umwelt. Der Bürgerpreis soll am 4. Dezember verliehen werden.

In welcher Form, das muss die Gemeinde noch flexibel entscheiden. „In diesem Jahr ist vieles anders“, bedauern Susanne Espenhahn , Koordinatorin der Themen Ehrenamt und Demografie in der Kommunalverwaltung, und Petra Volmerg , Klimaschutzmanagerin der Gemeinde Senden. Doch trotz aller Corona-Schutzauflagen soll ein „Zeichen gesetzt werden“, damit erkennbar wird, als wie wichtig in Senden das bürgerschaftliche Engagement betrachtet wird.

Umwelt- und soziales Engagement gebündelt

Erst zum zweiten Mal wird der Bürgerpreis verliehen, in den der Umweltpreis aufgegangen ist, für den es im Laufe der Jahre immer weniger preiswürdige Vorschläge gab. Die breitere Ausrichtung – Einsatz für die Allgemeinheit, für die Nachbarschaft, einen Verein oder die Natur – ließ die Zahl der vorgeschlagenen Bewerber ansteigen. Und die Sparkasse Westmünsterland hat die Dotierung des Preises auf 3000 Euro erhöht.

Zwölf Nominierte für den Bürgerpreis

Es bleibt spannend, welche Plätze die Jury vergeben hat. Nominiert für die zweite Auflage des Bürgerpreises sind Niklas Kalfayan (Hilfe in der ersten Phase der Corona-Pandemie); Sven Hoffmann und Karina Mildner (Einsatz für ein nachhaltiges Senden); Daniel Schleese und Janina Korves („Helden des Alltags“ nicht nur zu Corona-Zeiten); Küchenteam der Realschule; Hansjörg Paul (Vorsitzender Schlossfreunde e.V. und Presbyter); Netzwerk Senden mit Gerd Stephany und Gregor Leydag (Organisation der Kinder-Uni in Senden); Gisela und Robert Schneider (unter anderem Einsatz im Kubuz, im Kleingarten- und Karnevalsverein, wohl älteste „Teamer“ der Stadtranderholung); Bernd Lieneweg (unter anderem Sprecher Agenda 21-Gruppe); „Rosenfrauen“ der Landfrauen Bösensell (Beetpflege); Clemens Lütke Aldenhövel (Trinkwasserversorgung für Landwirte); Gertrud Schülting (seit über 50 Jahren in der Pfarrbücherei St. Laurentius); „Frauen der frühen Hilfen“ (Besuch von Familien nach einer Geburt).

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Die zwölf eingereichten Vorschläge brachten so viel Qualität mit, dass sie allesamt die Hürde zur Nominierung überwanden. Die Jury – sie besteht aus Espenhahn und Volmerg als Vertreter der Verwaltung, den Vorsitzenden des Sozial- beziehungsweise Umweltausschusses sowie vier Bürgern (darunter zwei bis 30 Jahre) – hat ihre Hausaufgaben schon erledigt und die Hauptpreisträger festgelegt. Doch keiner der Nominierten geht leer aus, sondern alle erhalten einen Senden-Gutschein als „Trostpreis“. Und sie bekommen Anerkennung für ein Engagement, das eben nicht ihnen selbst dient, sondern dem Allgemeinwohl. Wie breit das Spektrum ist, teils auch im Stillen, wie Espenhahn und Volmerg betonen, zeige sich allein schon beim Blick auf die Nominierten.

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