Heimatverein: Mitgliederversammlung ohne Mitglieder
Votum für Stiftung „Altes Zollhaus“ erbeten

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Der Heimatverein möchte sich als Stifter oder Mitstifter in die „Stiftung Altes Zollhaus – Haus des Ehrenamts“ einbringen. Dazu bedarf es der Zustimmung der Mitgliederversammlung, die aufgrund der Corona-Schutzbestimmungen jedoch weitgehend ohne Mitglieder stattfinden muss. Der Vorstand hat eine Lösung für dieses Problem gefunden.

Dienstag, 17.11.2020, 17:26 Uhr aktualisiert: 17.11.2020, 17:30 Uhr
Beim Richtfest der Restaurierung des Alten Zollhauses am 7. Februar überreichten Agnes Wiesker und Karl Schulze Höping (l.) eine Kartusche mit Fotos und Dokumenten, die als „Grundstein“ eingemauert werden soll an Bürgermeister Sebastian Täger (2.v.l.) und Architekt Eckhard Scholz. 2021 möchte sich der Heimatverein auch als Mitstifter an der „Stiftung Altes Zollhaus – Haus des Ehrenamtes“ beteiligen.
Beim Richtfest der Restaurierung des Alten Zollhauses am 7. Februar überreichten Agnes Wiesker und Karl Schulze Höping (l.) eine Kartusche mit Fotos und Dokumenten, die als „Grundstein“ eingemauert werden soll an Bürgermeister Sebastian Täger (2.v.l.) und Architekt Eckhard Scholz. 2021 möchte sich der Heimatverein auch als Mitstifter an der „Stiftung Altes Zollhaus – Haus des Ehrenamtes“ beteiligen. Foto: Siegmar Syffus

Außergewöhnliche Zeiten bedürfen außergewöhnlicher Maßnahmen. So hat sich der Heimatverein Senden aufgrund der Corona-Schutzbestimmungen entschlossen, die Mitgliederversammlung am 12. Dezember (Samstag) um 15 Uhr im Foyer der Steverhalle ohne direkte Anwesenheit der Mitglieder durchzuführen. Stattdessen werden die 405 Heimatfreunde im Vorfeld der Versammlung um ihr schriftliches Votum zu drei Tagesordnungspunkte gebeten.

Auf Basis einer Sonderregelung genehmige der Gesetzgeber dieses Verfahren, das dem gesundheitlichen Schutz der Mitglieder diene, teilt der Vorstand des Heimatvereins mit. Die mit den Einladungen versendeten Stimmzettel sollten unbedingt bis spätestens zum 7. Dezember 2020 an die Vorsitzende Agnes Wiesker zurückgesendet werden.

Der Vorstand des Heimatvereins bitte die Mitglieder um: 1. Zustimmung zur Art der Durchführung der Mitgliederversammlung, 2. Verlängerung des Mandats für den Geschäftsführer Martin Lütkemann und 3. um Zustimmung zur Abgabe der Stiftererklärung für das Alte Zollhaus durch den Vorstand.

Hintergrund: Für 2021 steht die Fertigstellung des Alten Zollhauses bevor, an der Mitglieder des Heimatvereins ehrenamtlich bereits viele Hundert Stunden mitgearbeitet haben (WN berichteten). In dem historischen Gebäude entsteht ein Zentrum für die Bevölkerung Sendens, das durch die „Stiftung Altes Zollhaus – Haus des Ehrenamts“ verwaltet und geführt werden soll. Da der Heimatverein Senden als Stifter oder Mitstifter bei der Gründung mitwirken soll und will, muss er durch seinen Vorstand dazu eine Erklärung bei der Bezirksregierung abgeben. Dafür bedarf es bereits jetzt eines entsprechenden Votums der Mitgliederversammlung. Denn es soll gewährleisten werden, dass schon zur Fertigstellung des Alten Zollhauses die Stiftung handlungsfähig ist.

Da das gegenwärtig gültige Mandat von Geschäftsführer Martin Lütkemann Ende 2020 abläuft, wird im Zuge der schriftlichen Abstimmung um eine Verlängerung gebeten. Auf diese Weise bleibt der Vorstand auch im Jahre 2021 handlungsfähig. Der amtierende Geschäftsführer habe bereits seine Bereitschaft erklärt, sein Amt fortzuführen, bis wieder eine „richtige“ Hauptversammlung mit Präsenz der Mitglieder möglich sei, so der Heimatverein.

Angesichts der durch die Corona-Bestimmungen eingeschränkten Möglichkeiten hat der Vorstand die Tagesordnung auf die genannten drei Punkte beschränkt. Weitere Themen sollen 2021 im gewohnten Rahmen gemeinsam mit den Mitglieder diskutiert werden.

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