Planung für Ruhepark vorgestellt
Teichanlage soll wiederbelebt und erlebbar werden

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Ein Teil der verlandeten Teichanlage im Ruhepark soll wiederbelebt und umgestaltet werden. Es fallen Kosten um die 100 000 Euro an.

Freitag, 20.11.2020, 17:32 Uhr aktualisiert: 20.11.2020, 17:40 Uhr
Gerold Caesperlein (r.), Geschäftsführer des Büros U-Plan, stellte den Ausschussmitgliedern Gestaltungsmöglichkeiten für den Teich im Ruhepark vor. Die Politiker entschieden sich für Variante 2 (Foto), bei der der zur Stever gelegene Teil des bestehenden Gewässers (grün) verfüllt und der jenseits der Brücke gelegene Teil (blau) vertieft und umgestaltet wird.
Gerold Caesperlein (r.), Geschäftsführer des Büros U-Plan, stellte den Ausschussmitgliedern Gestaltungsmöglichkeiten für den Teich im Ruhepark vor. Die Politiker entschieden sich für Variante 2 (Foto), bei der der zur Stever gelegene Teil des bestehenden Gewässers (grün) verfüllt und der jenseits der Brücke gelegene Teil (blau) vertieft und umgestaltet wird. Foto: Siegmar Syffus

Von Teichen kann schon längst nicht mehr die Rede sein. Denn nach den vergangenen, regenarmen Jahren sind die drei kleinen Gewässer im Bürgerpark trockengefallen und werden von Binsen und etlichen anderen Pionierpflanzen überwuchert. Laut politischem Entschluss soll lediglich ein Teil des im Ruhepark zwischen Pastorat und Stever gelegenen Teiches wiederbelebt werden. Gerold Caesperlein vom Büro U-Plan stellte dem Bau- und Planungsausschuss am Donnerstagabend vor, wie das Gewässer gestaltet werden kann.

Der Planer schlug vor, einen Teil des Teiches „auf eine Mitteltiefe von einem Meter oder mehr“ auszubaggern, um ihn vor einem erneuten Verlanden zu schützen. Mit dem Aushub soll der übrige Teil verfüllt werden. Auf diese Weise ließen sich die Kosten zur Entsorgung des Bodens einsparen, sagte der Fachmann. Zum Schutz vor Algen und anderen Folgen von Überdüngung schlug er eine Filteranlage mit elektrisch betriebener Umwälzpumpe vor. Aus Sicherheitsgründen soll eine Not-Treppe am Rand des Teiches angelegt werden. Eine etwa 20 Meter lange „Promenade“ und eine „Kneipp-Anlage“ sollen zum Erleben des Gewässers einladen. Je nach Ausführung bezifferte Caesperlein die Kosten zwischen rund 97 000 und 137 000 Euro.

Der Ausschuss entschied sich einstimmig dafür, den zur Stever hin gelegenen Teil des Teiches verfüllen zu lassen. Der abseits gelegene Bereich des Ruheparks eigne sich besser, weil er nicht durch den Fuß- und Radverkehr gestört werde. Heinz Kratt wollte die Kosten auf den im Haushalt vorgesehenen Betrag von 100 000 Euro „gedeckelt“ wissen. „Eine Kneippanlage halte ich für verzichtbar“, sagte der CDU-Politiker.

Der Ausschuss beauftragte den Planer, Kosten einzusparen – entweder durch Verzicht auf die „Promenade“ oder durch Verkleinerung der Wasseroberfläche. Ebenso soll geprüft werden, wie von Philipp Scholz (Grüne) vorgeschlagen, ob der Strom für die Umwälzpumpe durch die Photovoltaikanlagen der benachbarten Schule zur Verfügung gestellt werden kann.

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