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Senden -

Ein Zeichen setzen, anspornen und anerkennen: Der Sendener Bürgerpreis wurde trotz Corona-Pandemie verliehen. Aber nicht in Form eines Events mit allen Preisträgern, vielmehr wurden diese aufgesucht. Nur der Sonderpreis für den Einsatz während der ersten Corona-Welle wurde vor dem Rathaus übergeben.

Freitag, 04.12.2020, 18:12 Uhr
Sonderpreis: Bürgermeister Sebastian Täger (l.) und Sparkassen Filialdirektor Rainer Tenholt übergeben den Preis für Engagement in der Corona-Phase an Niklas Kalfayan.
Sonderpreis: Bürgermeister Sebastian Täger (l.) und Sparkassen Filialdirektor Rainer Tenholt übergeben den Preis für Engagement in der Corona-Phase an Niklas Kalfayan. Foto: di

Das Team der Ehrenamtlichen ist in Senden breit aufgestellt. Nicht nur das Spektrum ist vielfältig, sondern auch das Naturell der Akteure. Da gibt es Ausdauerathleten wie Gertrud Schülting, die ihre Mannschaft jahrzehntelang unterstützt – aber nie im Rampenlicht steht. Seit über 50 Jahren engagiert sie sich in der katholischen öffentlichen Bücherei, war 26 Jahre lang als Leiterin des Bücherei-Teams tätig. Sie zählt zu den Preisträgern des mit 3000 Euro dotierten Bürgerpreises der Gemeinde Senden, der am Freitag zum zweiten Mal vergeben wurde.

Sonderpreis für „Corona-Einsatz“

Neben die „stillen“ Langläufer gesellen sich flexible Sprinter, die jeden Lücke nutzen, um Hingabe und Talent einzusetzen. Dazu gehört Niklas Kalfayan , der einen Corona-Sonderpreis erhielt. Im Zuge des Lockdowns in der ersten Welle sah der 21-Jährige Unterstützungsbedarf bei Menschen, die beispielsweise nicht mehr einkaufen konnten oder sich nicht mehr vor die Tür trauten. Wie einige andere auch bot der damalige Schüler der Anne-Frank-Schule in Münster seine Hilfe an – über viele Kanäle und hartnäckig. Die Verbindung von klassischer und Online-Kommunikation brachte nicht nur weitere Helfer, sondern auch Hilfsadressaten zusammen. 60 bis 70 Unterstützer versorgten so rund 100 Personen, darunter Kunden der Sendener Tafel, die ihrerseits Hilfe in dieser Phase erbeten hatte.

Sebastian Täger gratuliert dem ersten Preisträger Clemens Lütke Aldenhövel (mit Enkelin Marlene).

Sebastian Täger gratuliert dem ersten Preisträger Clemens Lütke Aldenhövel (mit Enkelin Marlene). Foto: di

Bei der Preisübergabe würdigten Bürgermeister Sebastian Täger und Rainer Tenholt als Vertreter des Sponsor Sparkasse Westmünsterland den beherzten Einsatz von Kalfayan, der überdies beim VfL Senden als Trainer und Schiedsrichter seine Freizeit zur Verfügung gestellt hatte. Sie dankten aber allen Freiwilligen ganz ausdrücklich für den „Einsatz für das Gemeinwohl in unserer Gemeinde“: „Ohne die vielen Ehrenamtlichen wäre Senden nicht so, wie es ist: lebendig, bunt und lebenswert.“

Dass ehrenamtliches Engagement auch Impulse für Nachahmer setzt, zeige sich am Wasser-Projekt der Landwirte, das der erste Preisträger Clemens Lütke Aldenhövel unterstützte, erklärte Täger anerkennend.

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