Stroetmann plant Logistikstandort
16 Hektar an der A 43

Bösensell -

Die L. Stroetmann Lebensmittel GmbH will in Bösensell ein Logistikzentrum errichten. Der Grundstücksdeal über eine Fläche von 16 Hektar ist unter Dach und Fach.

Freitag, 11.12.2020, 15:28 Uhr aktualisiert: 11.12.2020, 17:10 Uhr
Standort für Büros Lager und Logistikzentrum: Auf dieser Fläche an der Autobahnauffahrt zur A 43 hat die Firma Stroetmann eine 16 ha große Fläche erworben.
Standort für Büros Lager und Logistikzentrum: Auf dieser Fläche an der Autobahnauffahrt zur A 43 hat die Firma Stroetmann eine 16 ha große Fläche erworben. Foto: di

Das Gewerbegebiet Brocker Feld an der Autobahnauffahrt Bösensell läuft gerade weiter voll, da zeichnet sich auf der genau gegenüber liegenden Fläche die nächste Akquise für den Standort Senden ab: Die L. Stroetmann Lebensmittel GmbH & Co. KG plant die Errichtung eines Logistikzentrums für Frischwaren in direkter Lage zur A 43. Der Wirtschaftsförderungsausschuss der Gemeinde Senden stimmte den Ansiedlungsplänen im nichtöffentlichen Teil der jüngsten Sitzung zu, teilt das Sendener Rathaus mit.

Bisher Ackerfläche ohne Baurecht

Auf Anfrage der WN bestätigt das münsterische Unternehmen die Pläne in Bösensell. Ein 160 000 Quadratmeter großes Grundstück sei dazu nicht nur optional gesichert, sondern erworben worden. „Das ist gekauft“, hieß es seitens der Stroetmann-Geschäftsleitung. Der Abschluss wurde also bereits besiegelt – obschon noch mehrere Hürden zu überwinden sind, bis Baurecht besteht für die bisher landwirtschaftliche Fläche. „Wir sind guter Hoffnung“, schätzt die Stroetmann-Chefetage die Perspektiven ein.

Das ist gekauft.

Die Stroetmann-Geschäftsleitung bestätigt, dass der Grundstücksvertrag besiegel ist

Sowohl der Gebietsentwicklungsplan, als auch Flächennutzungs- und Bebauungsplan müssen geändert werden. Neben der Gemeinde Senden ist also die Bezirksregierung mit dem Regionalrat mit im Boot. Nach Informationen unserer Zeitung habe es bereits Abstimmungsgespräche zwischen Investor, Bezirksregierung und der Gemeine Senden gegeben. Die Stroetmann-Belegschaft soll ebenfalls bereits informiert worden sein.

In der Gemeinde Senden soll das Bauleitverfahren Anfang kommenden Jahres aufgenommen werden.

Die Firma L. Stroetmann verlagert den Handel und die Logistik für das weiter wachsende Sortiment an Frischeprodukten von der Harkortstraße nach Bösensell. In Sichtweite der A43, Abfahrt Senden

Die Firma L. Stroetmann verlagert den Handel und die Logistik für das weiter wachsende Sortiment an Frischeprodukten von der Harkortstraße nach Bösensell. In Sichtweite der A43, Abfahrt Senden Foto: Visualisierung: L. Stroetmann

Wie Bürgermeister Sebastian Täger gegenüber der WN-Redaktion erläutert, soll im Bau- und Planungsausschuss am 26. Januar die Änderung des Flächennutzungsplans und der Aufstellungsbeschluss für einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan auf der Tagesordnung stehen. Nach Auskunft von Täger können die Änderungen von FNP und Regionalplan kombiniert werden und parallel verlaufen. Täger begrüßt die Ansiedlung ausdrücklich: „Das ist auf jeden Fall eine große Chance für Senden“, betont der Bürgermeister mit Blick auf Arbeitsplätze und Gewerbesteuereinnahmen. Mit Stroetmann verlagere ein renommiertes münsterisches Unternehmen einen Teil seiner Firma nach Senden, so der Bürgermeister. Über die Pläne in Bösensell würden zwischen Kommune und der L. Stroetmann Lebensmittel GmbH schon seit zwei Jahren Gespräche geführt. Täger räumt gegenüber den WN aber auch ein, dass noch dicke Bretter gebohrt werden müssen und politische Beschlüsse notwendig sind: „Planerisch ist das ein ambitioniertes Verfahren.“ Darüber hinaus muss aus Sicht des Bürgermeisters im weiteren Verfahren zugleich sichergestellt werden, dass durch die Ansiedlung des Logistikzentrums die wirtschaftlichen Entwicklungsmöglichkeiten in Bösensell – gerade für kleine- und mittelständische Unternehmen – nicht eingeschränkt werden. Neben der Bezirksregierung sei überdies wegen der verkehrlichen Erschießung der Landesbetrieb Straßen.NRW mit im Boot.

145 Arbeitsplätze in einem ersten Schritt

Das herbei zu führende Baurecht beziehe sich zunächst auf einen ersten Abschnitt der Gesamtfläche. Zunächst sollen auf circa 14 000 Quadratmetern Büro- und Lagerflächen entstehen. Damit verbunden würden 145 Arbeitsplätze nach Senden verlagert. Die Entwicklung der restlichen Gesamtfläche erfolge erst in weiteren Schritten, steckt Sendens Bürgermeister das Vorgehen ab.

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