Sternsinger als Briefträger
Heilige drei Könige bleiben weiterhin Segensbringer

Senden -

Auch in Zeiten von Corona soll die Tradition der Sternsinger fortgesetzt werden. Dieses Mal allerdings anders als gewohnt.

Montag, 21.12.2020, 17:55 Uhr aktualisiert: 21.12.2020, 18:00 Uhr
Voller Elan begaben sich die Sternsinger in den vergangenen Jahren auf den Weg zu den Häusern. Dieses Mal muss die Aktion in abgewandelter Form stattfinden.
Voller Elan begaben sich die Sternsinger in den vergangenen Jahren auf den Weg zu den Häusern. Dieses Mal muss die Aktion in abgewandelter Form stattfinden. Foto: di

Sie kommen als gekrönte Häupter, in festlichen Gewändern und folgen dem Stern von Bethlehem. Dieses Brauchtum zieht seit Langem Kinder an, die bei ihrem Zug durch Straßen auf geöffnete Türen und geöffnete Herzen treffen. Doch dieses Mal Jahr lautet die Mission der Sternsinger anders: Sie verwandeln sich zu Briefträgern. Segensbringer bleiben sie aber trotzdem.

Damit dies sicher ablaufen kann, ändert sich die Rolle der Sternsinger, deren Einsatz in diesem Jahr besonders Kindern in der Ukraine gilt: Vorbereitete „Segenstütchen“ werden in die Briefkästen gesteckt. Teilnehmen können Kinder aller Konfessionen, ältere Geschwister oder Eltern können – und bei Grundschulkindern sollten – die Gruppen begleiten. Um das Ansteckungsrisiko zu minimieren, sollten möglichst nur Personen aus einem Haushalt gemeinsam unterwegs sein, heißt es in der Info des Orga-Teams um Beate Böhmer und Anne Reismann . Teilnehmer werden aber nur noch für den Ortsteil Senden gesucht. Anmeldung und nähere Infos unter www.laurentius-senden.de/news/segen.

Dass die Sternsinger-Aktion nach aktuellem Stand in abgewandelter Form, ohne Singen, Süßes, Gewänder und offene Türen, doch stattfinden soll, hat das Orga-Team intensiv abgewogen. Was dafür sprach, den Faden eines lebendigen Brauchtums nicht reißen zu lassen, war, dass auch und gerade in Corona-Zeiten Kinder eine Aufgabe brauchen und bei ihrem Einsatz für einen guten Zweck, für ihre eigenen Altersgenossen „selbst auch wichtige Erfahrungen sammeln“. Denn: Sie „treten für die Rechte von Kindern überall in der Welt ein, sie erleben Gemeinschaft und leisten wichtiges soziales Engagement“, so das Team.

Sternsinger-Termine

Am 2./3. Januar finden Aussendungsfeiern mit Segnung in der Laurentius-Kirche statt, außerdem werden gewandete Sternsinger zu allen Gottesdiensten in allen Ortsteilen anzutreffen sein. Sternsinger in ihren Gewändern zeigen sich auch vormittags am 2. Januar in Ottmarsbocholt und am 10. Januar auf dem Kirchplatz in Bösensell, um Spenden zu sammeln. Vom 2. bis 10. Januar sind dort Infotafeln zum diesjährigen Schwerpunktthema aufgebaut. Bis zum 6. Januar haben die Teilnehmer Zeit, die „Segenstütchen“ zu den Häusern zu bringen. Nähere Infos auch unter Sternsinger. Senden@gmx.de (Anne Reismann) und bei Beate Böhmer,‚ 0 25 97/ 69 37 00.

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