Gemeinde investiert in Digitalisierung
Entwicklungsplan für moderne Bildung auf 129 Seiten

Senden -

„IServ“ lautet das Zauberwort für die Digitalisierung der Schulen in Senden. Um das Thema kümmern sich IT-Leiter Daniel Mört und sein Kollege Fabian Lückener.

Montag, 11.01.2021, 12:17 Uhr aktualisiert: 11.01.2021, 12:20 Uhr
Bei Fabian Lückener (l.) und Daniel Mört von der IT-Abteilung der Gemeinde Senden laufen die Fäden beim Thema Digitalisierung zusammen.
Bei Fabian Lückener (l.) und Daniel Mört von der IT-Abteilung der Gemeinde Senden laufen die Fäden beim Thema Digitalisierung zusammen. Foto: di

Es ist ein kleiner, aber wichtiger Meilenstein, der Ende des vergangenen Jahres erreicht wurde: Alle Schulen in Senden konnten – wie berichtet – im November 2020 mit „IServ“ ausgestattet werden. So heißt ein sogenanntes „Collaboration Tool“, das unter anderem die Zusammenarbeit vieler Nutzer ermöglicht und mehrere Funktionen bündelt, heißt es in einer Pressemitteilung der Gemeinde Senden.

Daniel Mört ist Leiter der IT-Abteilung der Gemeinde. Er bringt die Vorteile der Anwendung auf den Punkt: „Mit IServ haben jetzt alle Schulen die technische Aus-stattung, um unter anderem Videokonferenzen datenschutzkonform durchzuführen. Zum Datenschutz trägt auch die gewählte Cloud-Lösung bei, die Daten in einer schuleigenen Cloud speichert, die wiederum in der jeweiligen Schule gehostet und verwaltet wird.“ Darüber hinaus, so Mört weiter, „können über diese Anwendung gemeinsam Dateien wie zum Beispiel Arbeitsblätter bearbeitet, in verschiedenen Versionen ge-speichert und besprochen werden. Auch die Kommunikation zwischen Lehrern und Schülern kann über die Plattform laufen, es gibt neben der Mailfunktion auch einen Chatbereich.“ Sowohl die Grundschulen als auch alle weiterführenden Schulen nutzen IServ.

Das System sei ein Baustein der Digitalisierungsstrategie für die Schulen. Das Gesamtkonzept ist im 129 Seiten starken „Medienentwicklungsplan“ dargelegt. Für einen Zeitraum von fünf Schuljahren legt er fest, welche Maßnahmen konkret durchgeführt werden sollen. Dabei ist das übergeordnete Ziel, die Medien- und IT-Ausstattung sowie die Vernetzung der Gebäude an den Stand der Technik anzupassen. So sollen Schulen in der Lage sein, nötiges Computerwissen und Medienkompetenz zu vermitteln. Die beiden nächsten Meilensteine sind die flächendeckende Verfügbarkeit von WLAN auch an den Grundschulen und die weitere Ausstattung mit Tablets und anderen Endgeräten. Um diese Ziele zu erreichen, investiert die Gemeinde 1,6 Millionen Euro in den nächsten vier Jahren.

Bereits 2018 wurden erste Tablet-Klassensätze angeschafft werden. Seitdem arbeitet die Gemeinde gemeinsam mit den Schulen an der weiteren Verbesserung der Ausstattung. Neben dem Leiter Daniel Mört ist vor allem Fabian Lückener ein bekanntes Gesicht. Gemeinsam haben sie bisher bereits 557 Apple-Geräte eingerichtet, konfiguriert und ausgeliefert, davon 435 iPads und 122 Apple-TVs. Letztere werden als Schnittstelle zwischen iPads und Bildschirm eingesetzt, um die Monitore der Schüler anzuzeigen. Lückener dazu: „Die Entscheidung, ausschließlich auf Apple zu setzen, wurde kreisweit einheitlich gefällt und vereinfacht unter anderem die Wartung“, bekräftigt der IT-Fachmann. „Weitere 479 Geräte sind bestellt. Bis zum Ende des Schuljahres wollen wir dann insgesamt 1036 Geräte konfiguriert und ausgeliefert haben.“

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