Anmeldezahlen zu weiterführenden Schulen
Einige Familien warten noch

Senden -

Die erste Etappe bei den Anmeldungen zu den weiterführenden Schulen ist abgeschlossen. Die endgültige Verteilung der bisherigen Grundschüler und Klassenbildung bleibt vorerst noch offen.

Sonntag, 21.02.2021, 16:01 Uhr aktualisiert: 21.02.2021, 16:58 Uhr
Diese Graphik zeigt den Verlauf der Schulanmeldezahlen in Senden in den vergangenen zehn Jahren.
Diese Graphik zeigt den Verlauf der Schulanmeldezahlen in Senden in den vergangenen zehn Jahren. Foto: chr

Es bleibt spannend. Denn obwohl eine erste Etappe abgeschlossen ist, steht der Zieleinlauf noch bevor. Die Anmeldewoche zu den weiterführenden Schulen in Senden, die vom 9. bis 11. Februar lief, hat zwar Ergebnisse erbracht. Doch die sind noch nicht in Stein gemeißelt. Dass das Anmeldeverfahren in diesem Jahr wohl dynamischer als sonst verläuft, zeichnet sich ab.

Denn Eltern sind zwar gehalten, sich innerhalb des vorgeschlagenen zeitlichen Korridors für eine Schule zu entscheiden, doch Nachzügler, die bewusst erst andere Optionen abwarten oder Termine übersehen, gibt es etliche. In diesem Jahr waren am 17. Februar noch die Anmeldungen für 31 Viertklässler offen – von insgesamt 182 Sendener Grundschülern, die zum Sommer den weiteren Verlauf ihrer Schullaufbahn anvisieren.

Dabei liegt der mittlere Weg offenbar hoch im Kurs von Schülern und Eltern. Denn die Geschwister-Scholl-Realschule verzeichnet 82 Anmeldungen, lauten am Freitag auf WN-Anfrage die Angaben von Schulleiterin Ulrike Machers . Über den Zuwachs (gegenüber dem laufenden Schuljahr mit 68 Anmeldungen) freue sie sich riesig. „Wir sind stolz drauf“, ergänzt Machers. Die Realschule werde als gute Schule wahrgenommen – was ihre Leitung als „Ergebnis von sehr guter Arbeit“ betrachtet. Machers vermutet aber auch einen Zusammenhang mit Corona. Grundschulabsolventen, deren Empfehlung zwischen zwei Schulformen lag, könnten womöglich der Realschule statt dem Gymnasium den Vorzug gegeben haben.

Die Quote der reinen Gymnasialempfehlungen liegt in Senden unterdurchschnittlich niedrig. Angesichts dessen, dass nur 57 Viertklässlern aus Senden uneingeschränkt das Gymnasium als weitere Schulform empfohlen worden sei, habe das Joseph-Haydn-Gymnasium eine hohe Akzeptanz erfahren, bewertet Frank Wittig, Leiter des JHG, die 66 Anmeldungen für die nächsten fünften Klassen. Dies gelte, zumal ja noch einige Schulwahlentscheidungen offen seien.

Täger warnt vor vorschneller Bewertung

Vor vorschneller Interpretation warnt auch Bürgermeister Sebastian Täger, der mit den bisherigen Ergebnissen „zufrieden“ sei. Eine Bewertung der Entwicklung im Vergleich zu den Vorjahren komme aber noch zu früh, so Täger gegenüber den WN . Denn, wie in den vergangenen Jahren, werden sich bis zum Schuljahresbeginn noch Änderungen ergeben. „Es stehen ja noch Anmeldungen aus. Diese werden sich zum Beispiel auf die Bindungsquote erheblich auswirken, selbst wenn nur ein Teil davon in Sendener Schulen angemeldet wird.“

Das klassische Schulsystem im Schulpark Senden überzeugte nach derzeitigem Stand gut 77 Prozent der heimischen Kinder, es lockt aber auch aus dem Umland an: Bisher wurden 25 Anmeldungen von auswärtigen Grundschulen registriert. Was auch und gerade die Edith-Stein-Schule betrifft, die 23 Anmeldungen verbucht, aber nur 16 Mal seien in den örtlichen Grundschulen Hauptschulempfehlungen ausgesprochen worden, erläutert Rektor Rainer Leifken. Er findet es „ausgesprochen gut, dass in umliegenden Kommunen erkannt wird, wie gut die Hauptschule in Senden funktioniert“. Auch Leifken geht aus Erfahrung davon aus, dass die Zahl der Anmeldungen noch bis zum Sommer steigt, so dass aus einer Klasse zwei Lerngruppen gebildet werden können.

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