Ausschuss befürwortet Nachverdichtung
Neuer Wohnraum im zentraler Lage von Bösensell

Bösensell -

Sowohl der Bau- und Planungsausschuss als auch der Bezirksausschuss Bösensell unterstützen die Aufstellung eines Bebauungsplanes „Zwischen Johannis- und Antoniusstraße“. Auf einem Privatgrundstück können auf dieser rechtlichen Grundlage künftig vier neue Häuser gebaut werden.

Dienstag, 23.02.2021, 18:15 Uhr aktualisiert: 23.02.2021, 18:20 Uhr
Im Zuge einer Nachverdichtung können auf der hinter dem ehemaligen Freibad gelegenen privaten Grünfläche vier Wohnhäuser entstehen. Dazu muss ein Bebauungsplan aufgestellt werden.
Im Zuge einer Nachverdichtung können auf der hinter dem ehemaligen Freibad gelegenen privaten Grünfläche vier Wohnhäuser entstehen. Dazu muss ein Bebauungsplan aufgestellt werden. Foto: Siegmar Syffus

Der Druck auf den Wohnungsmarkt steigt bereits seit Jahren. Gleichwohl sind Grund- und Boden für neue Wohnbaugebiet ein immer knapper werdendes Gut. Insofern kommt der Nachverdichtung eine wachsende Bedeutung zu. Denn sie wirkt dem Flächenfraß – dem Verbrauch landwirtschaftlich oder ökologisch wertvoller Areale – entgegen. Gleichzeitig bescheren Nachverdichtungen neuen Wohnraum innerhalb der bestehenden Ortslagen, also in der Nähe bereits vorhandener Infrastruktureinrichtungen.

Vor diesem Hintergrund hat der Bau- und Planungsausschuss der Gemeinde Senden schon in seiner Januar-Sitzung einstimmig für die Aufstellung des Bebauungsplans „Zwischen Johannis- und Antoniusstraße“ votiert. Dieser schafft die Voraussetzung, dass auf der privaten Freifläche hinter dem ehemaligen Freibadgelände vier Wohnhäuser gebaut werden können.

Ziel sei es, zwischen den vorhandenen Gebäuden, eine zusätzliche „verträgliche Bebauung zu schaffen“, erklärte Klaus Stephan, in der Sitzung des Bezirksausschusses Bösensell. Über das von der CDU bereits 2017 sowie vom Grundstückseigentümer angestoßene Vorhaben seien bereits „viele Gespräche mit den Anliegern geführt worden“. Bei ihnen bestehe grundsätzliche Zustimmung, berichtete der Beigeordnete der Gemeinde Senden. Ziel sei es, das angestoßene Bebauungsplanverfahren im Laufe dieses Jahres abzuschließen. Es habe sich – unter anderem auch coronabedingt – verzögert.

Im Zuge der Aufstellung des Bebauungsplanes sollen zu gegebener Zeit die Eigentümer der Grundstücke im Planungsgebiet sowie der angrenzenden Areale am Verfahren beteiligt werden.

Auch das frühere Freibadgelände ist im Blick: „Für eine zukünftige Entwicklung auf der Fläche des ehemaligen Lehrschwimmbeckens konnte mit dem Grundstückseigentümer geklärt werden, dass eine rückwärtige Erschließung über die Johannisstraße Berücksichtigung findet“, heißt es in der Sitzungsvorlage des Bezirksausschusses. Zu diesem Zweck hat die Gemeinde auch einen sechs Meter breiten Streifen entlang des ehemaligen Lehrschwimmbecken-Areals erworben.

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