Sachstandsbericht im Ortsparlament
Trauerhalle soll im Juni fertig sein

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Sascha Werth, der die Ausführungsplanung und Bauleitung ehrenamtlich übernommen hat, stellte im Bezirksausschuss den aktuellen Stand beim Bau der neuen Trauerhalle dar. Der ursprüngliche Zeitplan konnte bei dem Projekt nicht gehalten werden.

Mittwoch, 24.02.2021, 14:32 Uhr aktualisiert: 24.02.2021, 14:50 Uhr
Die Arbeiten an der Trauerhalle in Ottmarsbocholt gehen jetzt voran, voraussichtlich werden sie im Juni abgeschlossen sein.
Die Arbeiten an der Trauerhalle in Ottmarsbocholt gehen jetzt voran, voraussichtlich werden sie im Juni abgeschlossen sein. Foto: di

Was offiziell Bezirksausschuss heißt, versteht sich selbst als „Ortsparlament“, wie Patrick Alfs betonte. Er ist frischgebackener Ausschussvorsitzender und fungiert damit gleichsam als Bezirksbürgermeister. Bei der ersten Sitzung nach der Kommunalwahl – die Corona-bedingt in Sendens Steverhalle stattfand – wurde er am Dienstagabend, gemeinsam mit Sascha Weppelmann als Stellvertreter, einstimmig in dieses Amt gewählt. Das CDU-Duo erhielt das Vertrauen aller Ausschussmitglieder.

Wofür sich Alfs bedankte und als Leiter der Sitzung weiterhin eine „gute“, „effektive“ und „konsensorientierte“ politische Arbeit für Ottmarsbocholt erwartete. Womit er in der Auftaktsitzung richtig lag. Denn die Entscheidungen fielen einstimmig.

Vernetzung des ÖPNV als breites Anliegen

Von allen Fraktionen unterstützt wurde mithin der Antrag der CDU , der auf eine bessere ÖPNV-Anbindung von Ottmarsbocholt zielt. Dazu solle die Verwaltung die Einrichtung einer Taxibus-Verbindung zum Bahnhof in Davensberg prüfen. So könne der Weg nach Münster auf circa 20 Minuten verringert werden, während die R 41 etwa doppelt so lange unterwegs sei. Das sei der jungen Generation ein Anliegen und könne ihre Eltern dazu animieren, das Auto öfter stehen zu lassen, führte Weppelmann aus. Der Antrag regte zu einer Debatte über die Verbindung zwischen den Ortsteilen der Gemeinde sowie über kommunale Grenzen hinweg an. Das vom Otti-Botti-Parlament im Verlauf der Diskussion noch etwas erweitert geschnürte Antragspaket nahm die Verwaltung mit (weiterer Bericht folgt).

Bei einem Thema, das zu Kontroversen geführt hatte, war diesmal aber keine Entscheidung gefordert, sondern befand sich ein Sachstandsbericht auf der Tagesordnung: Sascha Werth, der als örtlicher Architekt die Ausführungsplanung und Bauleitung für die neue Trauerhalle ehrenamtlich übernommen hat, nannte den Juni als Termin für die Fertigstellung des Gebäudes. Das Datum könne sich aber verschieben – je nachdem, wie stark freiwillige Helfer in den Bauprozess eingebunden werden. Da Ehrenamtliche ihren Einsatz beispielsweise auf Wochenenden oder Abende beschränken müssten, sei dann der Baufortschritt nicht exakt zu planen, so Werth. Er hatte mit Übernahme des Projektes Konstruktionen so überarbeitet, dass Kosten gespart werden und es ermöglicht wird, dass Helfer jenseits eines Kreises von Fachfirmen tätig werden können, so dass weitere Ausgaben reduziert werden. Bisher liegt das Budget bei rund 450 000 Euro. Bis zum Wochenende soll der Holzrahmenbau soweit stehen, dass mit dem Abdichten des Daches begonnen werden kann.

Dazu hat eine „Kolonne“ aus mehreren Ressorts der Sendener Verwaltung samt Bürgermeister unter der Regie von Werth und Dachdeckermeister Martin Fiege ihr Kommen angekündigt. Einsätze von Freiwilligen aus Ottmarsbocholt stehen ebenfalls an.

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