Schäden an der Espelstraße
Sanierung muss auf Gesamtkonzept warten

Bösensell -

Die Sanierung der Espelstraße steht noch in den Sternen. Denn die Gemeinde Senden möchte zunächst ein ortsteilübergreifendes Gesamtkonzept zur Beseitigung von Straßen- und Kanalschäden entwickeln.

Mittwoch, 24.02.2021, 18:30 Uhr
Risse, Bodenwellen und Asphaltflicken erstrecken sich auf der Fahrbahn der Espelstraße. Die Erneuerung hängt davon ab, welche Priorität der Maßnahme in einem ortsteilübergreifenden Sanierungskonzept zugeordnet wird.
Risse, Bodenwellen und Asphaltflicken erstrecken sich auf der Fahrbahn der Espelstraße. Die Erneuerung hängt davon ab, welche Priorität der Maßnahme in einem ortsteilübergreifenden Sanierungskonzept zugeordnet wird. Foto: Siegmar Syffus

Meterlange Risse ziehen sich mittig, längs der Fahrbahn. Bodenwellen und geflickschusterter Asphalt: Die Espelstraße ist alles andere als ein Schmuckstück. So setzten sich Sprecher der CDU und der SPD im Bezirksausschuss für den Straßenausbau in 2022 ein – koordiniert mit einer eventuell anfallenden Kanalsanierung.

„Das werden wir uns vorrangig anschauen. Es hängt aber von vielen anderen Maßnahmen ab, die wir zusammen in ein vernünftiges Konzept bringen müssen“, dämpfte Bürgermeister Sebastian die Erwartungen der Bösenseller Kommunalpolitiker. Die Gemeinde Senden befinde sich in einer „Hochinvestitions-Phase“.

Klaus Stephan erinnerte in diesem Zusammenhang insbesondere an den geplanten Bau eines sechsarmigen Kreisverkehrs an der Kreuzung der Umgehungsstraße und der Weseler Straße. „Der Bau- und Planungsausschuss sowie letztlich der Rat entscheiden über die Priorisierung der Maßnahmen über das gesamte Gemeindegebiet“, betonte der Beigeordnete. Ebenso wie der Bürgermeister verwies er auf die knappen personelle Kapazität in der Sendener Bauverwaltung. Zumal die Mitarbeiter sich nicht allein um gemeindeeigene Projekte kümmerten, sondern darüber hinaus auch in Planungen des Kreises und des Landesbetriebs Straßen.NRW eingebunden seien.

Über das Ergebnis der in der ersten Jahreshälfte 2020 in Bösensell durchgeführten Kanalbefahrung informierte Klaus Mende den Bezirksausschuss. Lediglich auf zwei Prozent der 35,5 Kilometer langen Gesamtstrecke seien erhebliche Mängel aufgetreten. „Kein Schaden ist so groß, dass wir sofort tätig werden müssen“, resümierte der stellvertretende Fachbereichsleiter des Sendener Bauressorts und kündigte an: „An Stellen, an denen ein Vollausbau notwendig wird, müssen die Anlieger einen Anteil mittragen. Wir werden die Leute mitnehmen und Anwohnerversammlungen durchführen.“

Das kann noch geraume Zeit dauern, denn zunächst sollen noch die Schmutz- und Regenwasserkanäle in Senden und Ottmarsbocholt untersucht werden. Erst dann, wenn diese Ergebnisse feststehen, soll ein Sanierungskonzept für ein ortsteilübergreifendes Gesamtkonzept entwickelt werden.

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