Einheitliches Leitsystem für Radler und Touristen
Vorerst nur „Minimallösung“

Senden -

Ein einheitliches vollständiges Leitsystem wird es vorerst nicht geben in Senden. Aber passend zur Radel-Saison sollen einzelne neue Schilder aufgestellt werden.

Mittwoch, 03.03.2021, 06:46 Uhr aktualisiert: 03.03.2021, 13:26 Uhr
Auf lange Sicht soll das Leitsystem für für Fußgänger, Radler und Touristen optimiert und vereinheitlicht werden. Vor Beginn der Radsaison soll am Hafenplatz eine Stele mit Infos für Ortsfremde aufgestellt werden.
Auf lange Sicht soll das Leitsystem für für Fußgänger, Radler und Touristen optimiert und vereinheitlicht werden. Vor Beginn der Radsaison soll am Hafenplatz eine Stele mit Infos für Ortsfremde aufgestellt werden. Foto: Siegmar Syffus

Sendens Schilderwald für Fußgänger und Radfahrer/Touristen ist bis dato ein echter Mischwald. Denn nebeneinander existieren Ortstafeln mit Stadtplänen, Straßenschilder mit Leithinweisen, Beschilderungen des Radverkehrswegenetzes, Schilder für lokale Radwege und Beschilderungstafeln für die Gewerbegebiete – und das in jeweils unterschiedlicher Gestaltung. Darüber hinaus sind einige der bestehenden Informations- und Beschilderungssysteme veraltet. Neue oder gerade entstehende Sehenswürdigkeiten wie das Alte Zollhaus oder der Kanalplatz sind noch gar nicht erfasst. Was somit fehlt, ist ein einheitliches und vollständiges Leitsystem.

Nach langer Diskussion über Detailfragen und Verfahrenswege fand ein Antrag von Achim Peltzer (SPD) eine Mehrheit im Wirtschaftsförderungsausschuss: Als vorläufige „Minimallösung“ sollen vor Beginn der Fahrradsaison an fünf oder sechs ausgewählten Stellen Hinweistafeln angebracht werden, um Radtouristen in den Sendener Ortskern zu leiten. Anschließend soll in Zusammenarbeit mit dem ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrradclub) ein optimiertes Gesamtkonzept erarbeitet werden. Auf Antrag von Sandra Maaß ( Grüne ) soll – ebenfalls vorab – am Kanalplatz zusätzlich schon einmal eine Stele mit Ortsplan und weiteren Infos installiert werden. Wie bereits vorgesehen werden im neuen Haushalt 25 000 Euro zur Verfügung gestellt.

Die Mitglieder der CDU-Fraktion stimmten (bei einer Enthaltung) gegen dieses Verfahren und hätten sich lieber einer Verwaltungsvorlage angeschlossen. Dieses sieht eine deutlich umfassendere Lösung vor. Demnach sollten für eine „schlüssige Wegweisung“ an 26 Standorten neue Wegweiser mit insgesamt 62 Hinweis-Paneelen aufgestellt werden. Als Alternative/Ergänzung könnten an einzelnen, touristisch stärker frequentierten Standorten – wie von den Grünen vorgeschlagen – sogenannte Info-Stelen mit einem Ortsplan aufgestellt werden.

Für 2022/2023 hatten sowohl Ausschussmitglieder als auch Wirtschaftsförderer Niklas Esser eine „große Lösung“ für ein umfassendes Leitsystem in einem einheitlichen Design im Blick. Die Tafeln beziehungsweise die Paneele könnten dann zum Beispiel über einen QR-Code digital ergänzt und mit der Senden-App verbunden werden.

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