Erhöhter Raumbedarf
Ausschuss begrüßt „charmante Lösung“ für Bonhoefferschule

Senden -

Aufgrund fehlender Differenzierungsräume und der gestiegenen Nachfrage im Offenen Ganztag wird das Raumangebot der Bonhoefferschule den Ansprüchen nicht mehr gerecht. Eine Machbarkeitsstudie sieht die Erweiterung der Mensa und des Obergeschosses sowie einen Anbau zur Schaffung einer Aula vor.

Donnerstag, 04.03.2021, 16:45 Uhr aktualisiert: 04.03.2021, 16:50 Uhr
Das vom Architekturbüro Kuckert erarbeitet Konzept enthält drei Kernpunkte: die Errichtung eines Anbaus am Eingangsbereich, die Erweiterung des Obergeschosses durch einen auf dem Schulhof aufgeständerten Anbau und den Bau einer zeitgemäßen Mensa.
Das vom Architekturbüro Kuckert erarbeitet Konzept enthält drei Kernpunkte: die Errichtung eines Anbaus am Eingangsbereich, die Erweiterung des Obergeschosses durch einen auf dem Schulhof aufgeständerten Anbau und den Bau einer zeitgemäßen Mensa. Foto: Siegmar Syffus

Das Raumangebot an den beiden Grundschulen im Ortsteil Senden wird den Erfordernissen der zeitgemäßen Lernens nicht mehr hinreichend gerecht. Daher sind bauliche Maßnahmen erforderlich. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle Schulentwicklungsplan der Gemeinde Senden. Ursachen für den zusätzlichen Raumbedarf sind die steigende Nachfrage nach Offenem Ganztag, die Betreuung von Kindern mit Migrationshintergrund sowie der gemeinsame Unterricht zur Integration von Kindern mit Einschränkungen.

Vor diesem Hintergrund hat der Gemeinderat soeben die Verwaltung beauftragt, einen Förderantrag zur Erweiterung der Mariengrundschule zu stellen ( WN berichten). Dort sollen noch in diesem Jahr fünf Differenzierungsräume für den Offenen Ganztag entstehen.

Diesem Vorhaben hinkt der Ausbau der Bonhoefferschule hinterher. Doch zumindest besteht schon eine Machbarkeitsstudie, des Münsteraner Fachbüros Kuckert Architekten. Die Ergebnisse wurden den Mitglieder des Ausschusses für Bildung, Sport und Kultur am Dienstagabend von Tanja und Christian Kuckert vorgestellt.

„Das Gebäude ist gut erhalten und kann für modernes Lernen ausgebaut werden“, stellte Christian Kuckert eine positive Grundeinschätzung seinen Ausführungen voran, allerdings mit einem Wermutstropfen: „Eine durchgehende Vierzügigkeit gibt das Gelände nicht her, aber eine ,Dreizügigkeit plus‘“. Da die Schule keine Aula besitzt, müssen größere Veranstaltungen in der unmittelbar benachbarten Turnhalle durchgeführt werden. Deshalb schlägt der Architekt vor, den Eingangsbereich der Schule durch einen kleinen Anbau zu ergänzen und so ein Forum zu schaffen.

Zweiter Baustein des vorgestellten Konzeptes ist die Erweiterung der Mensa. Ziel sei es, führte Tanja Kuckert aus, „eine zeitgemäße Übermittagsbetreuung zu ermöglichen“. Ferner sind Umbaumaßnahmen im Erdgeschoss und ein auf dem Schulhof aufgeständerter Anbau am Obergeschoss vorgesehen. Durch diese Maßnahmen sollen Differenzierungsräume und zusätzlicher Platz für den Offenen Ganztag geschaffen werden. Durch den aufgeständerten Anbau entsteht gleichzeitig ein überdachter Pausenhofbereich, der den Kindern bei ungünstigen Witterungsverhältnissen zugute kommt.

Das vorgestellte Konzept wurde von den Politikern einhellig begrüßt und mehrfach als „charmante Lösung“ bezeichnet. Mit Blick auf das geplante Baugebiet „Huxburg“ frage Alois Brinkkötter (Grüne), ob die an Bonhoefferschule und Marienschule geplanten Erweiterungen auch den künftig zu erwartenden Raumbedarf decken. Aufgrund der Prognosen von IT.NRW und der Pestelstudie sei trotz des Wachstums der Gemeinde „nicht an beiden Schulen mit einer permanenten Vierzügigkeit“ zu rechnen, entgegnete Bürgermeister Sebastian Täger. Gleichwohl müsse die langfristige Entwicklung im Auge behalten werden.

Wann die Erweiterung der Bonhoefferschule beginnen kann, blieb offen. Das Architekturbüro muss noch belastbare Zahlen vorlegen. Dann ist die Finanzierung zu klären.

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