Ornithologie
Ein junger Sendener hat die seltene Lizenz zum Beringen erworben

Manche Hobby-Ornithologen träumen ihr Leben lang von dem Privileg, Vögel zu Forschungszwecken beringen zu dürfen. Jannis Leistikow aus Senden hat die Lizenz dazu – mit gerade einmal 21 Jahren. Von Annegret Schwegmann
Samstag, 27.03.2021, 17:00 Uhr
Veröffentlicht: Samstag, 27.03.2021, 17:00 Uhr
Jannis Leistikow ist fasziniert vom Artenreichtum und Verhalten der Vögel.
Jannis Leistikow ist fasziniert vom Artenreichtum und Verhalten der Vögel. Foto: Jürgen Christ
Die Frau, mit der Jannis Leistikow durch das Venner Moor spaziert, ist gerade mal in der Lage, verschiedene Vogelstimmen voneinander zu unterscheiden und tippt auf zwei, vielleicht auch vier verschiedene Arten, die hoch oben in der Birke – oder ist es in der Eiche dahinter? – um ein Weibchen werben. Der 21-Jährige hebt das Fernglas, dessen Gurt er eben um seinen Hals gelegt hat, und lässt es gleich wieder sinken. Er braucht es nicht, um den Buchfink zu erkennen, der auf den obersten Ästen der Buche eine Art Frühlingsarie angestimmt hat. „Sehen Sie die beiden Schwanzmeisen dahinter?“, fragt er. Schwanzmeisen? „Ja genau, die können Sie an den langen Schwanzfedern erkennen“, sagt der Student und erklärt sicherheitshalber die Gesangart: „Die klingt wie ein knirschendes Piepen.“ Erfahrene Ornithologen dürften ihre Freude an dem 21-Jährigen aus Senden haben. Seine Kenntnisse sind – um es spröde zu formulieren – ausgesprochen belastbar. Leistikow verbringt einige Tage bei seiner Familie in Senden, ehe er wieder nach Oldenburg fährt, um sein Studium der Umweltwissenschaften fortzusetzen. In diesen Tagen wird er mit Sicherheit auch mit seinem Vater durch das Venner Moor wandern.
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