Nachgehakt: Toilette am Kanalufer?
Wenn die Pinkelpause am Wasser pressiert

Senden -

Uferpromenade und Hafenplatz erfreuen sich riesiger Beliebtheit. Allerdings kann das „kleine Geschäft“ ein großes Problem werden. Es sei denn, man springt in den Kanal.

Samstag, 27.03.2021, 14:26 Uhr aktualisiert: 27.03.2021, 14:30 Uhr
Nicht erst ab der Badesaison, sondern fast ganzjährig entfaltet der Hafenplatz eine große Anziehungskraft auf Besucher.
Nicht erst ab der Badesaison, sondern fast ganzjährig entfaltet der Hafenplatz eine große Anziehungskraft auf Besucher. Foto: di

Die nächste Hochsaison kommt bestimmt! Der Hafenplatz am Kanal erfreut sich ganzjährig großer Beliebtheit. Als enormer Besuchermagnet entpuppt sich das Areal aber erst recht, wenn die Sonne wieder höher steht und auch die Quecksilbersäule klettert. Der dann für Anwohner oftmals laute Hafenplatz verfügt bisher über kein stilles Örtchen. Dass aber die vielen Freiluft-Fans nicht auch mal von einer Notdurft befallen werden, erscheint unwahrscheinlich. Auf dieses Problem wies ein WN-Leser die Redaktion hin.

Keine Pinkelpause an Ort und Stelle

Sie gab die Frage ans Rathaus weiter. Von dort kommt die Antwort, dass das Thema „Pinkelpause“ pragmatisch, aber nicht direkt an Ort und Stelle gelöst werden soll. „Derzeit laufen keine Vorbereitungen seitens der Gemeindeverwaltung, am Hafenplatz eine öffentliche Toilette einzurichten“, teilt die kommunale Pressestelle mit. Und ergänzt, dass ein Schnellschuss seitens der Verwaltung gar nicht möglich wäre: „Eine solche Maßnahme müsste auch im Rahmen des politischen Prozesses geprüft und beschlossen werden, da sie auch erhebliche Kosten verursachen würde.“

Was ist, wenn es pinkeltechnisch pressiert und nicht der Sprung in den Kanal gewagt werden soll?, könnten Beobachter der Szenerie einwenden. Die Gemeinde setzt auf Kommunikation: „Wir prüfen die Idee, die Radfahrer und Besucher des Hafenplatzes durch eine verbesserte Beschilderung auf die bestehenden öffentlichen Toiletten besser hinzuweisen.“ Sobald die Corona-Auflagen gelockert werden, lautet die weitere Antwort aus dem Rathaus, „können auch wieder die Toiletten der Sendener Gastronomen genutzt werden, die unter anderem über die Initiative ,Nette Toilette` zur kostenlosen Nutzung bereit stehen.“

Wann die Lockdown-Phase vorüber ist, darüber kann nur gemutmaßt werden. Dass bis dahin Bedarf an stillen Örtchen besteht, dürfte angesichts verstärkten E-Bike-Verkehrs offensichtlich sein. Kaum eine Lösung ist das öffentliche WC im Bereich Hauptschulturnhalle/Kirchplatz, denn diese beiden Kabinen stehen nur während des Wochenmarktes zur Verfügung.

Veranstaltungen möglich, Gastronomie nicht in Sicht

Der Hafenplatz wird grundsätzlich auch ins Visier genommen, wenn es um die kulturellen Angebote der Gemeinde geht, so sie wieder anlaufen. In diesem Fall leiste die Kommune Vorsorge: „Für Veranstaltungen, die dort eventuell stattfinden könnten, würden natürlich Vorkehrungen getroffen und zum Beispiel Toilettenwagengebucht“, betont das Rathaus.

Dort sind übrigens keine Hinweise auf Initiativen eingegangen, an dem beliebten und stark frequentierten Platz ein gastronomisches Angebot zu schaffen. Dabei wäre ein mobiler Kaffeeausschank oder ein temporäre Cocktailbar sicherlich eine Verheißung. Cappuccino oder Aperol Spritz mit Aussicht . . .

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7888138?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F104%2F166%2F
Nachrichten-Ticker