Neues Projekt in Senden
Den Verlust der Wohnung verhindern und akut helfen

Senden -

Ein neues Beratungsangebot für Menschen, die von Wohnungslosigkeit bedroht oder gar betroffen sind, bietet die Gemeinde gemeinsam mit dem Verein für katholische Arbeiterkolonien in Westfalen an. Dazu wurde eine Kooperationsvereinbarung geschlossen.

Sonntag, 18.04.2021, 18:01 Uhr aktualisiert: 18.04.2021, 18:10 Uhr
Lena Stippel vom Verein für katholische Arbeiterkolonien in Westfalen (l.) und Dorit Horstmann von der Gemeinde Senden stimmten sich zum Start des neuen Beratungsangebots ab.
Lena Stippel vom Verein für katholische Arbeiterkolonien in Westfalen (l.) und Dorit Horstmann von der Gemeinde Senden stimmten sich zum Start des neuen Beratungsangebots ab. Foto: Gemeinde Senden

Es gibt viele Gründe, warum Menschen ihre Wohnung verlieren und obdachlos werden können: Von Mietschulden, Trennungen oder Arbeitslosigkeit über Eigenbedarf der Vermieter bis hin zu psychischen Krankheiten oder Suchterkrankungen. Auch in Senden gibt es Menschen, die von Beschäftigten der Gemeinde unterstützt werden. Zum einen, um eine neue Unterkunft zu finden. Zum anderen, um die Probleme zu überwinden, die zur Wohnungslosigkeit geführt haben.

Das Beratungsangebot für Menschen, die wohnungslos oder von Wohnungslosigkeit bedroht sind, soll jetzt deutlich ausgeweitet werden, teilt die Gemeinde mit. Dazu hat die Verwaltung eine Ko-operationsvereinbarung mit dem Verein für katholische Arbeiterkolonien in Westfalen geschlossen. Der Verein ist seit seiner Gründung im Jahr 1888 im Kreis Borken in der Wohnungslosenhilfe tätig. Nach diesem Vorbild soll nun sieben Monate lang auch in Senden das leicht zugängliche Beratungskonzept erprobt werden.

Lena Stippel , Leiterin der Ambulanten Dienste des Vereins, sieht vor allem den angespannten Wohnungsmarkt als Treiber für Wohnungslosigkeit. Sie möchte in Senden zwei Dinge anbieten: Offene Sprechstunden auf der einen Seite und Gespräche, bei denen sie die Betroffenen aufsucht, auf der anderen.

Sie beschreibt die Ziele des Projekts so: „In erster Linie geht es natürlich um eine Verhinderung von Wohnungslosigkeit. Wer aber bereits betroffen ist, den unterstützen wir bei der Suche nach einer neuen Unterkunft, bei der Sicherung seiner Existenz. Unser Ansatz ist es dabei, die Selbsthilfekräfte der betroffenen Menschen zu stärken und ihnen außerdem Zugang zu weiteren Hilfen zu eröffnen. Das kann zum Beispiel eine Schuldner- oder Suchtberatung sein, die über andere Träger angeboten werden.“

Lena Stippel bietet ab sofort zweimal im Monat eine offene Sprechstunde im Rathaus an. Diese finden jeweils an jedem ersten Dienstag im Monat zwischen 9 und 12 Uhr statt sowie an jedem dritten Donnerstag in der Zeit von 14 bis 17 Uhr. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Es können auch nach Absprache individuelle Termine vereinbart werden. Dazu können sich Interessierte direkt mit Stippel oder der Gemeinde Senden in Verbindung setzen.

Kontakt: Lena Stippel,   0 25 64/91 59 00, mobil 0176/422 60 721, E-Mail: Stippel@va-ambulante-dienste.de; Gemeinde Senden: Dorit Horstmann,   0 25 97/69 98 04, E-Mail: d.horstmann@senden-westfalen.de

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