Natur von Unrat befreien
Kinder gehen mit gutem Beispiel voran

Ottmarsbocholt -

Marlene (7), Merle (6) und Hendrik (3) sind zwar noch ziemlich klein, trotzdem wissen sie, dass man Müll nicht einfach in die Landschaft wirft. Gemeinsam mit ihrer Mutter Christine Rave haben sie deshalb die Natur rund um ihr Wohngebiet von Unrat befreit. Ein Beispiel, das vielleicht Schule macht.

Montag, 19.04.2021, 15:15 Uhr aktualisiert: 19.04.2021, 15:42 Uhr
Mit reichlich „Beute“ kehrten die drei Nachwuchs-Umweltschützer Marlene, Merle und Hendrik nach Hause zurück. Genauso wenig wie ihre Mutter Christine Rave können sie verstehen, warum Leute ihren Unrat einfach am Wegesrand und im Straßengraben hinterlassen.              
Mit reichlich „Beute“ kehrten die drei Nachwuchs-Umweltschützer Marlene, Merle und Hendrik nach Hause zurück. Genauso wenig wie ihre Mutter Christine Rave können sie verstehen, warum Leute ihren Unrat einfach am Wegesrand und im Straßengraben hinterlassen.               Foto: privat

Ziemlich stolz und gut gelaunt kehrten Marlene (7), Merle (6) und Hendrik (3) am Samstag von einem „Fischzug“ der besonderern Art nach Hause zurück. Gemeinsam mit ihrer Mutter Christine Rave hatten die drei eine Müll-Sammlung an der Nordkirchener Straße erfolgreich absolviert.

„Jetzt haben wir was Gutes getan. Und das hat richtig Spaß gemacht“, kommentiert Merle die Aktion, bei der ein ganzer Bollerwagen voll Unrat zusammenkam. Bei dem „Fischzug“ hatten die Kinder Folien, Dosen und Verpackungen vom Wegesrand und aus Gräben „geangelt“. Gar nicht verstehen können die Kinder, dass man etwas so Wertvolles wie Flaschen wegwirft. „Dafür gibt es doch Pfand“, wissen selbst die drei schon.

„Es war uns aufgefallen, dass am Strontianitfeld, in Sudendorp und an der Nordkirchener Straße eine Menge Müll herum liegt. Wir haben in den Osterferien schon einmal gesammelt“, erzählt Christine Rave. Das habe zum einen mit dem Gedanken zu tun gehabt, in der Fastenzeit etwas Sinnvolles für die Allgemeinheit zu. Andererseits sei es ihr wichtig, das Bewusstsein der Kinder für Umwelt- und Naturschutz anzuregen.

Coronabedingt konnte in Ottmarsbocholt weder im vergangenen noch in diesem Jahr die regelmäßig vom Heimatverein organisierte Aktion „Saubere Landschaft“ durchgeführt werden. So entschloss sich Christine Rave, diesen Gedanken gemeinsam mit ihren drei Sprösslingen zumindest im Bereich des eigenen Wohngebietes aufzugreifen. „Ich selbst war als Kind schon bei der Aktion dabei“, sagt die 37-jährige Ottmarsbocholterin. „Es stört mich, wenn ich jogge und am Straßenrand den Müll sehe. Man möchte doch ein sauberes Umfeld haben.“

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