Vom Feld direkt in die Vase
Bunte Tulpenpracht verführt zum Selbstpflücken

Landwirt Johannes Schleithoff setzt auf Vertrauen, wenn er seine angepachteten Flächen beackert. Die Ernte, blühende Tulpen und andere Sorten, bietet er zum Selbstpflücken an. Die meisten Blumenfans entrichten dafür auch ihren Obolus.

Sonntag, 02.05.2021, 12:24 Uhr aktualisiert: 02.05.2021, 12:30 Uhr
Tulpenpracht zum Selbstpflücken - dieses Blütenmeer bietet sich auf Feldern in Bösensell und in Senden.
Tulpenpracht zum Selbstpflücken - dieses Blütenmeer bietet sich auf Feldern in Bösensell und in Senden. Foto: Hella Harhues

Sie stehen in voller Pracht und locken mit vielen Farben: Sowohl in Senden an der B 235 (gegenüber Seat Krälemann) als auch in Bösensell an der L 550 (neben Teppich Kibek, Foto) bietet der aus Havixbeck stammende Landwirt Johannes Schleithoff Blumen zum Selbstschneiden an. Ein Geschäftsmodell, das er schon seit dem Jahr 2009 als Nebenerwerb betreibt. Angefangen hat der 39-Jährige in Hiltrup, später kamen andere Flächen hinzu, die derzeit ein Blüten-Meer von Tulpen bieten, doch auch Pfingstrosen treten bereits mehr und mehr zum Vorschein. Was bei Passanten und Schnittblumen-Fans, die frischen Nachschub für die Vase suchen, auf positives Feedback stößt, ist ein Geschäftsmodell, das auf Vertrauen gründet. Der Landwirt hat die Erfahrung gemacht, dass die geschnittenen Pflanzen in der Regel auch bezahlt werden. Doch es gebe ebenfalls Blütenpracht-Trittbrettfahrer. Ihnen „redet“ Schleithoff auf den Schildern an den Feldern, deren Pflege einige Arbeit und Kosten verursacht, ins Gewissen: „Nur bezahlte Blumen bringen Freu(n)de“ .

Der Landwirt Johannes Schleithoff bitte höflich darum, die geschnittenen Blumen auch zu bezahlen.

Der Landwirt Johannes Schleithoff bitte höflich darum, die geschnittenen Blumen auch zu bezahlen. Foto: ell

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