Kreis Steinfurt
Ganz im Zeichen des Wassers

Sonntag, 30.05.2010, 18:05 Uhr

Gravenhorst - Murmeltierbutter für die Haut, Puppen aus Geschirrtüchern, Satteldecken aus Fell, getrockneter Bärlauch, alte Tomatensorten oder Gartenzwerge aus Edelstahl; (Fast) nichts, das es nicht gab, beim siebten Marktzauber auf dem Gelände von Kloster Gravenhorst . Obwohl kräftige Schauer immer wieder das Bühnenprogramm unterbrachen und manche Aktionen drinnen stattfinden mussten: Das Publikum störte es nicht. Schon kurz nach der Eröffnung um 11 Uhr war das weitläufige Gelände gut besucht und am Nachmittag wurde es dann richtig voll.

Für Haupt-Organisatorin Andrea Ennen ein Grund zum Aufatmen: 72 Marktbeschicker waren zufrieden, machten sie doch gute Geschäfte. Und die vielen hundert Besucher genossen sichtlich das inspirierende Durcheinander von Kunsthandwerk, kulinarischen Angeboten, von Kunst und Kitsch. Dazu gab es wieder Planwagenfahrten, ein Kinderprogramm und viel Musik.

Äußerst mobil zeigte sich das Moderatoren-Duo Dieter Bielefeld und Bernhard Hembrock: Mit einem Lautsprecher auf dem Bollerwagen zogen die beiden über das Gelände, sprachen die Leute an und sorgten so dafür, dass sich das Geschehen nicht nur auf die Hauptbühne konzentrierte.

Das Regenwetter passte bestens für das Projekt des Kunst-Kommunikationsstipendiaten Fabian Vogl . Der Künstler aus München hatte einen Kilometer Schlauchleitung über das gesamte Gelände installiert. Neun Pumpen leiteten Wasser aus den Gräften in die drei geschlossenen Systeme und erinnerten an die historische Wasserbaukunst der Zisterzienserinnen. Als Vogl kurz nach 15 Uhr den ersten Pumpenschalter umlegte, da floss, sprudelte und blubberte es, dass es eine wahre Freude war - ganz anders als das Wasser, das bald wieder von oben kam.

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