Kreis Steinfurt
„Beide Seiten profitieren von der Vereinbarung“

Donnerstag, 10.11.2011, 11:11 Uhr

Lienen /Kreis Steinfurt - Als erste Kommune im Kreis hat Lienen die Personalverwaltung an den Kreis Steinfurt übertragen. Der Kreistag hat der Vereinbarung jetzt zugestimmt.

Ulrich Oletti, Leiter des Haupt- und Personalamtes der Kreisverwaltung , betont, die Vereinbarung habe für beide Seiten vorteile. Das komplexe System des Tarifrechts erfordere zum Beispiel einen hohen Spezialisierungsgrad. Weitere Fragen seien die der Stellenbewertung oder das einfache Zahlen von Entgelten. Es sei nicht erforderlich, an allen Stellen im Kreis dafür Spezialisten vorzuhalten, sagt Oletti. Er unterstreicht, dass die Personalhoheit der Gemeinde von der Vereinbarung nicht betroffen sei.

Der Hauptamtsleiter nennt ein Beispiel für diese Form der Zusammenarbeit aus der Kreisverwaltung. „Wir haben den Komplex der Beihilfe an eine fachkundige Stelle in Münster übertragen.“

Oletti sagt, es gebe Kontakte zu weiteren Gemeinden, die dem Beispiel Lienens möglicherweise folgen wollten. Die Frage der Übertragung stelle sich zum Beispiel dann, wenn der zuständige Mitarbeiter in einer Verwaltung aus seinem Amt ausscheide etwa wegen Pensionierung oder Stellenwechsels. Weitere Gründe könnten etwa Umstrukturierungen sein.

Aktuell werde auch die Frage diskutiert, ob sich diese Form der Zusammenarbeit auf weitere Felder übertragen lasse. „Das ist ein offener Prozess für alle Seiten“, beschreibt Oletti.

Der Lienener Rat hatte sich für diese Lösung ausgesprochen. Die Gemeinde zahlt jetzt rund 15 500 Euro für diesen „Service“ des Kreises. Der Vertrag wird in Kürze von Landrat Thomas Kubendorff und Bürgermeister Dr. Martin Hellwig unterzeichnet.

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