Betriebsplus Familie
Am Ende winkt die Kanzlerin

Kreis Steinfurt -

Die Kanzlerin? „Die war sehr nett“, sagt Birgit Saborowski, „aber so ganz viel konnten wir nicht plaudern.“ Immerhin: Mit ihrem Bundessieg im Unternehmenswettbewerb „Erfolgsfaktor Familie“ erreichte die Rheiner Steuerberatungs- und Wirtschaftsprüfungssozietät Döcker, Wigger und Lührmann, kurz DWL, in diesem Jahr sogar Angela Merkels Aufmerksamkeit.

Freitag, 31.08.2012, 16:08 Uhr

Betriebsplus Familie : Am Ende winkt die Kanzlerin
Suchen familienfreundliche Betriebe:  Landrat Thomas Kubendorff (2.v.l.) und seine Mitstreiter Foto: Achim Giersberg

Jetzt sitzt Birgit Saborowski in der Jury des Wettbewerbs „ Betriebsplus Familie“, den sie mit DWL schon 2008 gewann. Der Kreis Steinfurt und seine Wirtschaftsförderungsgesellschaft WESt loben ihn jetzt schon zum dritten Mal aus. Mit ihr zusammen werden Dr. Erwin Weßling, Detlev Prange, Bürgermeister aus Laer, Günther Borowski, Landrat Thomas Kubendorff und Martina Nötzold vom Verband alleinerziehender Mütter und Väter darüber befinden, welches große (ab 50 Mitarbeiter) und welches kleine Unternehmen aus dem Kreis mit jeweils 2500 Euro für ihre Bemühungen um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie belohnt wird. Landrat Thomas Kubendorff und WESt-Geschäftsführer Wolfgang Bischoff waren jetzt zusammen mit Vertretern der Kooperationspartner von IHK , Kreishandwerkerschaft und Handwerkskammer um eine rege Teilnahme. Stimmt das Umfeld? Gibt es eine gute Kinderbetreuung? Fühlt sich auch meine Frau wohl? Hat sie Chancen auf einen Arbeitsplatz? Die Antwort auf solche Fragen sei oftmals wichtiger als der letzte Euro beim Gehalt, meinte Kubendorff. Zwar stehe der Kreis in Punkto Familienfreundlichkeit schon recht gut da, aber „wir wollen weitermachen und noch besser werden“. Nur so habe der ländliche Raum eine Chance, umworbene Fachkräfte zu bekommen. Nach 24 Firmen in 2008 und 30 in 2010 sollen es 2012 noch mehr werden. Mitmachen, so Ingmar Ebhardt von der WESt, sei ganz einfach: Stichworte reichten aus, die WESt übernehme die weitere Ausarbeitung. Dafür sei lediglich ein rund einstündiges Interview vor Ort oder am Telefon nötig. Teilnahmeschluss ist der 26. Oktober, die feierliche Preisverleihung findet am 19. November statt. Teilnehmen können nicht nur Privatfirmen. Auch öffentliche Verwaltungen, Verbände und Vereine sind willkommen. Das Finanzamt Steinfurt beispielsweise hat schon Interesse bekundet. Und wenn am Ende wieder ein Teilnehmer aus dem Kreis Angela Merkel die Hand schütteln darf – Kubendorff und seine Mitstreiter hätten sicher nichts dagegen.

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