MdB Jasper lässt Kandidatur weiter offen
CDU: 200 statt 78 Delegierte wählen

Kreis Steinfurt -

Die CDU im Kreis Steinfurt räumt den Mitgliedern mehr Mitsprache bei der Aufstellung der Bundestagskandidaten ein: Künftig sollen etwa im Wahlkreis Steinfurt III 200 statt nur 78 Delegierte abstimmen. Der amtierende MdB Dieter Jasper lässt derweil weiter offen, ob er noch einmal antritt.

Mittwoch, 15.08.2012, 22:08 Uhr

Schon bei der Aufstellung der Kandidaten für die Bundestagswahl 2013 sollen wesentlich mehr CDU-Delegierte als bisher über die Kandidatenkür für Bundestags- oder Landtagsmandate entscheiden. Das ist der Kern eines Antrags, den der Vorstand der Kreis-CDU beim nächsten Kreisparteitag der CDU am 29. August in Lotte zur Abstimmung stellen wird. Eine Annahme gilt so gut wie sicher.

Lydia Wahlers aus der Kreis-Geschäftsstelle der CDU erläuterte gestern, dass es bisher „pro angefangene 40 Mitglieder“ einen Delegierten gegeben habe. Künftig solle die Delegiertenzahl wie schon in den Kreisverbänden Coesfeld und Borken, nach dem „200er Schlüssel“ bestimmt werden. Für den Wahlkreis Steinfurt III, den momentan Dieter Jasper in Berlin vertritt, heißt das: Statt bisher 78 werden dann 200 Delegierte in geheimer Wahl über den Kandidaten entscheiden. Bei Landtagswahlen sollen künftig 100 Delegierte gefragt werden. Wie viele Delegierte welcher Ortsverband stellt, wird nach dem D‘Hondschen Höchstzahlverfahren berechnet. Der Ortsverein Emsdetten beispielsweise wird dann 27 statt zehn Delegierte in die Wahlversammlung schicken, ein kleiner Ortsverein wie Bevergern fünf statt zwei. „Damit stellen wir die Wahl auf eine breitere Basis und räumen den Mitgliedern deutlich mehr Mitsprache ein“, meinte Wahlers.

Zwischen welchen Bewerbern die Delegierten in der Wahlversammlung am 7. Dezember die Wahl haben werden, ist derzeit noch offen. Die Kreis-Geschäftsstelle habe alle Ortsvereinsvorsitzenden im Kreis angeschrieben und bis zum 15. September um Vorschläge gebeten, wen sie für die Kandidatenvorstellung nominieren möchten. Noch, so Wahlers, habe es aber keine Antworten gegeben.

Dieter Jasper lässt sich derweil eine erneute Kandidatur für den Bundestag weiterhin offen. Auf Anfrage dieser Zeitung meinte Jasper gestern, dass eine solche Entscheidung „wohlüberlegt“ sein wolle und er sich nicht vor dem 15. September festlegen wolle. Seit der Affäre um seinen gekauften Doktor-Titel ist sich Jasper offensichtlich nicht mehr sicher, in wieweit er das Vertrauen seiner Partei und der Wähler genießt.

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